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Ausstellung von Jens Wehde ab 27. Juli

Ein Ei machtHalt in Bosse

Das Ei stand auch schon am Hamburger Hafen. red
Das Ei stand auch schon am Hamburger Hafen. red
BOSSE - 21. Juli 2018 - 18:00 UHR - VON REDAKTION

Ab Freitag, 27. Juli, stellt der Hamburger Fotograf Jens Wehde im Allerhof in Bosse, Lindenallee4, seine Bilder zum Thema “ein Ei auf Reisen” aus. Bei diesem Kunstprojekt stellt sich das vieldeutige Symbol in immer neuem Kontext zur Natur auf.

Wehde sagt selbst zum Projekt: “1990 als Teil meiner Diplomarbeit kam das Ei ins rollen.” Als echtes “Objec trouvé” (gefundener Gegenstand) in beklagenswertem Zustand durfte er es aus der Abfallecke der Bildhauer in der HBK Braunschweig befreien und dann renovieren. Das Ei ist ein Meter hoch und aus Kunststoff.

Ursprünglich sei es gedacht gewesen, um als dreidimensionale Projektionsfläche für einen eigenproduzierten Blitzprojektor zu dienen, erklärt der Fotograf. Nach einigen erfolgreichen Testaufnahmen verschwand das Objekt jedoch wieder im Keller. Erst als Helmut Kohl am 10. Mai 1991 in Halle an der Saale mit Eiern beworfen worden wurde, sollte es als überhöhtes Symbol, quasi als Karrikatur dienen. Die dabei entstandenen Bilder existieren heute nicht mehr. “Die Fahrt jedoch inspirierte dazu, das Ei in die Landschaft zu stellen und so entstand ein neuer Kontext. Das Ei in Bezug zur Umgebung”, so Jens Wehde.

Es wurde Stolperstein, Hingucker und Fragezeichen zugleich. Aufrecht stehend durchbricht es die Harmonie der Landschaft. “Das Spiel mit Spiegelungen, Schatten, Licht und Reflexionen den Jahreszeiten, der Tageszeit und dem Wetter begann mir zu gefallen.” Als Symbol des Werdens und der Schöpfung aber auch der Fruchtbarkeit als Keimzelle habe das Ei viele Deutungsmöglichkeiten. “Vielleicht ist es aber auch nur eine Projektionsfläche ...”

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