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Theaterabend des Kulturvereins Schneverdingen und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft / Monolog “Die Fremde”

Inszenierung zur Frage unserer Zeit

Ein russischer Akzent, ihre östliche Mentalität und ihr dunkler Teint: Róza ist überall nur “Die Fremde”. red
Ein russischer Akzent, ihre östliche Mentalität und ihr dunkler Teint: Róza ist überall nur “Die Fremde”. red
SCHNEVERDINGEN - 05. Oktober 2018 - 18:00 UHR - VON REDAKTION

Zu einem besonderen Theaterabend lädt der Kulturverein Schneverdingen gemeinsam mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft am Sonntag, 7. Oktober, in den Jugendbereich der Freizeitbegegnungsstätte Schneverdingen, Auf dem Eck 2, ein. Die Vorstellung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt beträgt zwölf Euro.

Der bekannte Monolog “Die Fremde” wurde nach dem Roman von Maria Kuncewiczowa geschrieben (1935) und erzählt die Geschichte von Róza Zabczynska, die von Identitätssuche, Sehnsucht, Liebe, Frust und Fremdheit handelt. Der Text gilt als eines der besten literarischen Werke des 20. Jahrhunderts.

Róza lebt trotz ihrer polnischen Herkunft bis zu ihrem sechzehnten Geburtstag mit ihrer Familie in Taganrog in Russland. Damit sie trotzdem eine “richtige, patriotische und gründlich-polnische Ausbildung” bekommen kann, holt sich die polnische Tante das junge Mädchen nach Warschau, wo Róza ihr Studium als Geigerin anfängt und sich der Musik widmet.

Ihr russischer Akzent, ihre östliche Mentalität und ihr dunkler Teint sind die Gründe für manche Scherze und lustige Provokationen. Man nennt sie “Jewriejka” (Jüdin). Später, bereits verheiratet, bekommt Róza nur wenig Verständnis für ihre musikalischen Ambitionen - auch von ihrem Mann Adam. Der Tod eines ihrer drei geliebten Kinder sowie zahklreiche Defizite am eigenen Identitätsgefühl bringen sie zu einer großer Verzweiflung.

Die hübsche und begabte Frau wandelt sich mit der Zeit in eine strenge, zänkische, überall provozierende Person. Ihr Schicksal und die unangenehme, bittere Art treiben sie und ihre Umgebung in den Wahnsinn. Ein Leben lang hatte die Protagonistin nach ihrer Identität gesucht. In Russland war sie immer “Polaczka” (Polin), in Polen “Der russische Samen”.

Erst kurz vor ihrem Ende erlebt sie ein wunderbares Ereignis, das ihr Leben verändert. Ein deutscher Kardiologe, der Rózas unregelmäßig pochendes Herz untersucht, erweckt in ihr die längst begrabene Liebe. Doktor Gerhardt hat sie und ihr armes Herz sogleich verstanden.

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