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Junges Philharmonisches Orchester am 4. August in Benefeld

1989 ins Leben gerufen: Bis zu 120 Instrumentalisten bringen jeden Sommer große sinfonische Werke auf die Bühne. Foto: JPON/Stephan Roehl
1989 ins Leben gerufen: Bis zu 120 Instrumentalisten bringen jeden Sommer große sinfonische Werke auf die Bühne. Foto: JPON/Stephan Roehl
BENEFELD - 20. Juli 2021 - 12:00 UHR - VON REDAKTION

Das Junge Philharmonische Orchester Niedersachsen (JPON) ist jung, dynamisch und hoch motiviert: ein außergewöhnliches Klangerlebnis zwischen Wagemut und Sicherheit, das frei ist von Alltagsroutine. In diesem Sommer verbringt das Orchester seine Arbeitsphase in der Neuen Festhalle der Freien Waldorfschule Benefeld. Es wird dort auf Einladung der Waldorfschule und des Kulturvereins Forum Bomlitz am Mittwoch, 4. August, ab 20 Uhr sein Programm vorstellen.

Die Gäste können sich freuen auf liebevoll verklärte Klangfarben, Hornrufe und Vogelstimmen aus Richard Wagners Siegfried-Idyll (1870). Dem Traum eines idealistischen Weltbildes steht avantgardistische Experimentierfreude gegenüber: In Edgar Varèses Octandre (1923) bewegen sich sieben Holzblasinstrumente und ein Kontrabass durch melodisch und rhythmisch höchst anspruchsvolle Solostimmen. Die tieftraurigen Metamorphosen (1945) von Richard Strauss sind mit 23 Solostreicherinnen und -streichern besetzt. In diesem Werk verarbeitete der Komponist seine Trauer um die im Krieg zerbombte Stadt München. Mal wild, mal heiter, mal grüblerisch geht es schließlich in den “Sechs Bagatellen” (1953) von György Ligeti zu, die von fünf Holzbläserinnen und -bläsern zu Gehör gebracht werden.

Beim Jungen Philharmonischen Orchester Niedersachsen kommen exzellente Liebhaber- und angehende Profimusikerinnen und -musiker aus ganz Deutschland zusammen. Bis zu 120 Instrumentalisten bringen jeden Sommer große sinfonische Werke auf die Bühne. Das 1989 ins Leben gerufene Orchester ist seit jeher ehrenamtlich organisiert und lebt vom freiwilligen Engagement seiner Mitglieder. So ist der einzigartige “JPON-Geist” entstanden, der seit über einem Vierteljahrhundert das Publikum und Mitspielende in seinen Bann zieht.

Dieses Jahr übernimmt Gábor Hontvári die musikalische Leitung der Sommerarbeitsphase des JPON. Der 1993 geborene ungarische Dirgent ist seit 2019 erster Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor am Mainfranken-Theater Würzburg. Während seines Konzertexamens in der renommierten Dirigierklasse der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar konnte er bereits mehrere bedeutende Erfolge aufweisen und wurde mit internationalen Preisen geehrt.

Die Verantwortlichen von Waldorfschule und Forum freuen sich auf den Konzertabend mit dem JPON und den Gästen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Plätze können auf Wunsch reserviert werden per E-Mail an anmeldung@fws-benefeld.de oder unter 0163/1650184.

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