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Fernab von Partytourismus und Sonnenanbetern: Fotograf Gereon Roemer präsentiert den Ferienort von einer ganz neuen Seite

“Mallorca - Eine Insel der Stille”

Wer sich dem Massentourismus auf Mallorca entzieht, der entdeckt wunderschöne und ruhige Fleckchen auf der Insel.red
Wer sich dem Massentourismus auf Mallorca entzieht, der entdeckt wunderschöne und ruhige Fleckchen auf der Insel.red
BAD FALLINGBOSTEL - 04. Januar 2019 - 20:00 UHR - VON REDAKTION

Die Behauptung, Mallorca sei ein Geheimtipp, erscheint angesichts von fast 13 Millionen Touristen im Jahr 2017 sicher als sehr gewagt. Wenn jedoch der Fotograf Gereon Roemer diese Aussage tätigt, meint er damit aber nicht das Mallorca für die Sonnenanbeter und Partytouristen. Da gibt es noch ein anderes Mallorca, eine Insel der Stille. Die liegt ganz in der Nähe der Touristenmassen, aber irgendwie ist sie auch unendlich weit davon entfernt. Seine beeindruckenden Bilder, die er als Multivision am 18. Januar ab 19 Uhr beim Kulturring im Bad Fallingbosteler Ratssaal zeigen wird, belegen diese Aussage.

Der katalanische Schriftsteller Santiago Rusiñol hat vor 100 Jahren ein Buch über diese Insel geschrieben. “La isla de la calma” hat er es genannt, “Die Insel der Ruhe”. Seitdem hat sich allerdings viel verändert auf der größten Insel der Balearen, aber die stillen Orte findet man dennoch auch noch heute. Da gibt es nebelverhangene Klöster auf steilen Bergen, die sich einsam aus der flachen Ebene der Inselmitte erheben. Es gibt alte Piratentürme, die sich oberhalb der Steilküsten mit ihren meterdicken Mauern in den Wind stemmen.

Und richtig still wird es dann in der Bergwelt des Tramuntana-Gebirges, das sich über 90 Kilometer entlang der Nordküste erstreckt. Dort sind die Gipfel sogar höher als die schottischen Highlands, und der sagenumwobene Mönchsgeier zieht einsam seine Kreise. Schroffe Bergpfade führen Wanderer durch alte Steineichenwälder und enden an Aussichtsplätzen in schwindelerregender Höhe, von denen aus der Blick weit über das Mittelmeer schweift.

Beim Abstieg in eines der Bergdörfer geraten Besucher vielleicht in eines der Volksfeste, bei dem feuersprühende Dämonen durch die dunklen Gassen ziehen. Still ist es dann zwar nicht mehr, aber Touristen sind auch dort nicht zu sehen, die Einheimischen feiern ihre Feste noch unter sich, sogar auch in der Hauptsaison.

Auf mittlerweile insgesamt 20 Reisen zu allen Jahreszeiten war Roemer den stillen Orten Mallorcas auf der Spur, die Santiago de Rusiñol vor einem Jahrhundert beschrieben hat. Über acht Monate lang war er mit modernster Kamera- und Filmtechnik unterwegs, um die einzigartigen Momente auf dieser Insel einzufangen. In den meisten Fällen war er dabei tatsächlich alleine und hatte das Privileg, die Natur mit niemandem teilen zu müssen. Und wenn er nach einem Sonnenaufgang seine Kamera wieder in den Rucksack packte und rings herum wieder einmal keine Menschenseele zu sehen war, dann war er sich sicher, dass Mallorca immer noch ein wahrer Geheimtipp ist.

Die Faszination der Fotografie fesselt Roemer, der Diplom-Ingenieur ist und heute als Lehrer für Fotografie und Metalltechnik an einem Berufskolleg arbeitet, schon seit Kindertagen. Als Jugendlicher begeisterte ihn der Besuch eines Diavortrags für diese Art der Bildpräsentation und von da an widmete er sich diesem Hobby mit Leidenschaft. Für Landschaftsaufnahmen führten ihn seine Reisen in viele Regionen, auch auf die andere Seite des Globus‘, doch seine intensivste Beziehung entwickelte er zu Nordeuropa wie beispielsweise Schottland und Norwegen.

Karten für die Veranstaltung am 18. Januar im Ratssaal in Bad Fallingbostel sind im Vorverkauf bei der Bad Fallingbosteler Buchhandlung Raufeisen sowie außerdem an der Abendkasse erhältlich.

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