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Naturfotograf Dieter Damschen zeigt beim Kulturring eindrucksvolle Aufnahmen der Tiere

Mit den Kranichen durch Europa

Mehr als 20 Jahre verfolgt Dieter Damschen Kraniche auf ihren Reisen von Spanien nach Skandinavien.Foto: Damschen
Mehr als 20 Jahre verfolgt Dieter Damschen Kraniche auf ihren Reisen von Spanien nach Skandinavien.Foto: Damschen
BAD FALLINGBOSTEL - 09. Januar 2020 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

In wenigen Wochen ist es wieder soweit: Kraniche werden in großer Zahl den Heidekreis Richtung Nordosten überfliegen, um aus den Winterquartieren in die Brutgebiete zurückzukehren. Jedes Jahr überfliegen tausende Kraniche zweimal im Jahr Mitteleuropa. Durch ihre markanten trompetenartigen Rufe machen sie auf sich aufmerksam und lenken den Blick zum Himmel. Der ausgewiesene Naturfotograf Dieter Damschen ist den Tieren über 20 Jahre hinweg auf der Reise durch Europa mit der Kamera gefolgt. Es entstanden eindrucks- und stimmungsvolle Aufnahmen in den verschiedenen Jahreszeiten und Lebensräumen: aus dem Winterquartier in Spanien, vom Frühjahrszug in Skandinavien und den großen Ansammlungen im Herbst in Mecklenburg-Vorpommern. Am Freitag, 17. Januar, berichtet er ab 19 Uhr beim Kulturring Fallingbostel Informatives und Unterhaltsames von seinen Reisen und zeigt im Ratsaal dazu seine besten Aufnahmen vom Leben der Kraniche.

Seit früher Jugend verbringt Dieter Damschen seine Zeit mit der Kamera in freier Natur. Aufgewachsen auf einem Bauernhof am Niederrhein, bekam er mit 14 Jahren seinen ersten Fotoapparat, analog mit Film, wie es damals üblich war. Mit diesem erkundete er die ländliche Umgebung seines Heimatortes, hielt Beobachtungen auf seinen Streifzügen fest. Rauchschwalben, Mehlschwalben, Steinkauze gab es. Kraniche aber nicht, die sind immer nur schnell über seine Heimat hinweggeflogen. Die Suche nach Motiven hat ihn später an die Elbe, in das Wendland geführt. 1986 war er zum ersten Mal dort und begeistert, denn es ist ein klassisches Brutgebiet für Kraniche. 2003 hat er den Rhein gegen die Elbe getauscht und wohnt und arbeitet seitdem dort als freier Naturfotograf. Die Region ist der Mittelpunkt seines fotografischen Universums. Er ist nie mit weniger als 25 Kilo Ausrüstung unterwegs und kommt an guten Tagen mit 5000 Fotos nach Hause, aus denen er dann die Rosinen heraussucht. Sein Arbeitsschwerpunkt ist insbesondere die heimische Vogelwelt, wie Kranich, Seeadler und Schwarzstorch. Seltenen und scheuen Tieren nahe kommen und den Augenblick bewusst erleben, ist seine Motivation. Ihn faszinieren Details.

Um die Emotionalität der eigenen Erlebnisse auch dem Betrachter zugänglich zu machen, nutzt der fotografische Autodidakt oft gestalterische Mittel zur Verfremdung. “Die Fotos, die dabei entstehen, liegen jenseits der reinen Dokumentation und lassen Raum für eigene Fantasie”, erklärt Damschen, “damit erreichen sie den Betrachter oft intensiver, als es die originalgetreue Abbildung vermag”. Der Naturfotograf ist einer von denen, der den Kranichen in einer Hütte, eher ein Unterschlupf mit zwei Meter Grundfläche sogar fast hautnah kam. Nicht so einfach, wenn man wie er 1,92 Meter groß ist und dann 16 Stunden beengt und bei Minusgraden in dem Holzverschlag hocken muss.

Karten für die Veranstaltung sind im Vorverkauf bei der Bad Fallingbosteler Buchhandlung Raufeisen und an der Abendkasse erhältlich.

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