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Klassische Sonaten und das Beste aus dem Great American Songbook beim Konzert am 26. September

Wäre Bach heute Jazzmusiker?

Gemeinsame musikalische Vorlieben: Andreas Oesterling, Tobias Walker und Raimund Wartenberg (von links) kombinieren unter anderem Vibrafon, Bass und Geige. Foto: Oesterling
Gemeinsame musikalische Vorlieben: Andreas Oesterling, Tobias Walker und Raimund Wartenberg (von links) kombinieren unter anderem Vibrafon, Bass und Geige. Foto: Oesterling
WALSRODE - 17. September 2020 - 22:00 UHR - VON REDAKTION

Am Sonnabend, 26. September, ab 17 findet in der Aula des Gymnasiums Walsrode (Eingang Grünstraße) ein außergewöhnliches Konzert statt. Die drei Musiker Raimund Wartenberg, Andreas Oesterling und Tobias Walker haben sich jüngst zu einem Duo beziehungsweise Trio zusammengefunden. Das ist der Tatsache geschuldet, dass die drei ähnlich geartete Interessen haben, die ein breites künstlerisches Feld umfassen. So ergibt sich für die drei Musiker eine große musikalische Spielwiese, auf die sie das Publikum einladen möchten.

Der Geiger Raimund Wartenberg aus Schneverdingen hat Barockvioline studiert und tourt seitdem mit unterschiedlichen Formationen durch Deutschland. Ebenso wie die klassische Musik begeistert ihn der Jazz in all seinen Ausprägungen. Pianist und Vibrafonist Andreas Oesterling aus Klein Eilstorf hat sich nach dem klassischen Klavierstudium ebenfalls allen möglichen Musikstilen geöffnet. Tobias Walker aus Verden, der sich ansonsten in verschiedenen Orchestern und Bands bewegt, spielt in diesem Konzert E-Bass und Percussion.

Die erste Programmhälfte umfasst zwei der wunderbaren Sonaten für Violine und Tasteninstrument von Johann Sebastian Bach. Hier begegnen sich nicht Solo- und Begleitinstrument, sondern zwei gleichberechtigte Instrumente, die in einen herrlichen Dialog treten. Bewundernswert wie immer bei Bach ist der unerschöpfliche Ideenreichtum; musikalische Motive werden eingeführt, zwischen den beiden Instrumenten hin und her jongliert, auf phantasievollste Weise verändert.

Danach folgen, mit Vibrafon, Geige und E-Bass, einige der besten Stücke aus dem Great American Songbook, neben einigen neueren Jazzwerken in einer ganz persönlichen Lesart. Nicht ganz abwegig ist die Vermutung, dass auch Bach heutzutage wohl Jazzmusiker wäre: die gleiche Kunst der Variation, der improvisatorische Gestus, die Umspielung von Harmonien. Diese Verwandschaft dürfte bei diesem Konzert dem aufmerksamen Musikhörer kaum entgehen. Selten im Konzert zu erleben dürfte auch die Kombination von Geige, Vibrafon und Bass sein.

Es sind die gültigen Hygieneregeln zu beachten. In Konzertstätten ist bis zum Einnehmen des Sitzplatzes eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Am Eingang zur Aula sind die Kontaktdaten zu hinterlegen. Das Platzangebot ist Corona-bedingt begrenzt. Der Eintritt ist frei.

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