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Vortrag von Dr. Stephan Heinemann zum Kriegsende vor 75 Jahren in Bad Fallingbostel

Wie erlebten Menschen aus der Region das Kriegsende?

Verpflegung einquartierter Soldaten vor dem Rethemer Ratskeller, 1940/41. Foto: Privatsammlung August Jahns, Rethem
Verpflegung einquartierter Soldaten vor dem Rethemer Ratskeller, 1940/41. Foto: Privatsammlung August Jahns, Rethem
BAD FALLINGBOSTEL - 11. Oktober 2020 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

“Kopf hoch und dann muß es gehen.” Mit diesen Worten versuchte der 40-jährige Soldat August Wittenberg aus Dorfmark, sich und seiner Familie in einem Brief vom 10. Januar 1945 Mut zu machen. Kurze Zeit später wurde er bei Kämpfen in der Nähe von Warschau getötet. Dies ist nur eins von vielen Schicksalen von Bewohnern des Altkreises Fallingbostel im Zweiten Weltkrieg. Dessen Ende jährte sich in diesem Jahr zum 75. Mal. Aus diesem Anlass hält der aus Walsrode stammende Historiker Dr. Stephan Heinemann am Mittwoch, 14. Oktober, ab 19 Uhr im Ratssaal in Bad Fallingbostel einen Vortrag zum damaligen Geschehen im südlichen Kreisgebiet.

Im Vortrag von Dr. Stephan Heinemann soll es nicht primär um Kampfhandlungen und Frontverläufe gehen, sondern darum, wie einzelne Menschen den Krieg und sein Ende erlebten. Sie waren als Soldaten an der Front, kümmerten sich als Ehefrau und Mutter um die Versorgung der Familie, mussten als Zwangsarbeiter für die deutsche Rüstungsindustrie arbeiten, flohen vor der Roten Armee Richtung Westen oder wollten als Hitlerjungen noch die Heimat verteidigen.

Auch Fotos werden gezeigt

Aus Briefen, Interviews und verschiedenen Dokumenten hat Dr. Heinemann eine Sammlung von Stimmen zusammengestellt, die die damalige Situation rund um das Jahr 1945 widerspiegeln. Dazu zeigt er Fotos aus Privat- und Archivbesitz. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, das aktuelle Jahrbuch zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs im Heidekreis samt weiteren historischen Büchern zu erwerben.

Eintritt wird für diese vom Stadtarchiv Bad Fallingbostel durchgeführte Veranstaltung nicht erhoben. Da wegen der Corona-Einschränkungen allerdings nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen für die Besucher zur Verfügung steht, wird eine Reservierung unter (05162) 40118 oder per E-Mail an stadtarchiv@badfallingbostel.de vorab empfohlen.

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