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Die Umleitungen führen über Schwarmstedt, Ahlden und Westenholz

L 190: Von Essel bis Eickeloh wird saniert

Von der Esseler Kreuzung bis zur Allerbrücke: In Essel beginnen die Sanierungsarbeiten an der L 190, die mehrere Monate andauern werden. Foto: Meyland
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Von der Esseler Kreuzung bis zur Allerbrücke: In Essel beginnen die Sanierungsarbeiten an der L 190, die mehrere Monate andauern werden. Foto: Meyland
29. April 2021 - 12:00 UHR - VON JOHANNA SCHEELE

Wer in Essel wohnt, kennt es fast nicht anders. Erst war es die Allerbrücke, die saniert und somit länger gesperrt wurde. Dann folgten Baustellen auf der Autobahn. Essel wurde in der Zeit zur Stauhochburg. Nun ist die Landesstraße an der Reihe. Die L 190 wird saniert - von der Esseler Kreuzung über Hademstorf bis zur Ortseinfahrt Eickeloh.

Los geht es am Montag, 10. Mai*. Was genau dort passiert, beschreibt die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr so: “Bauarbeiten zur Erneuerung der Fahrbahn und des parallel zur Landstraße verlaufenden Radweges.” Die Gesamtbaukosten dieser Baumaßnahme belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro, rund 120.000 Euro davon sind für den Radweg vorgesehen.

Die Arbeiten sind nicht in wenigen Tagen erledigt. In vier Bauabschnitten sollen bis zum 15. August Fahrbahn und Radweg der Landesstraße erneuert werden. Die schlechte Nachricht: Weil die Fahrbahn zu schmal ist, wird eine Vollsperrung verhängt.

10. Mai bis 6. Juni: Esseler Kreuzung bis Allerbrücke

Der erste Bauabschnitt beginnt an der Esseler Kreuzung, dort stößt die L 190 auf die B 214 (Celler Straße). Der Abschnitt endet hinter Essel, rund 300 Meter vor der Allerbrücke. Die Arbeiten beginnen am 10. Mai und dauern voraussichtlich bis zum 6. Juni an. Der Abschnitt wird voll gesperrt.

7. Juni bis 20. Juni: Allerbrücke bis Hademstorf

Die Allerbrücke wurde 2012 erneuert und “weist daher aktuell noch keinen Erhaltungsbedarf auf”, erklärt Rick Graue, Geschäftsbereichsleiter bei der Landesbehörde. Deshalb beginnt der zweite Bauabschnitt erst rund 220 Meter hinter der Allerbrücke und endet rund 30 Meter vor dem Bahnübergang in Hademstorf. Vom 7. Juni bis voraussichtlich 20. Juni wird die Strecke voll gesperrt.

Die Umleitung für die ersten beiden Abschnitte in Richtung Hodenhagen: Sie beginnt an der Esseler Kreuzung und verläuft über die B 214 durch Schwarmstedt bis nach Norddrebber und von dort über die L 191 (Giltener Straße) in Richtung Ahlden. In Ahlden führt die Umleitungsstrecke weiter auf der L 191 (Allerstraße) bis zur L 190 (Heerstraße) in Hodenhagen. Für die Fahrtrichtung Schwarmstedt gilt die Umleitung andersherum. Die Strecke werde rechtzeitig ausgeschildert.

12. Juli bis 15. August: Bahnübergang bis Höhe Tannenweg

Das Ende des zweiten Abschnitts markiert den Beginn des dritten: Er reicht vom Bahnübergang in Hademstorf bis rund zehn Meter hinter der Einmündung des Tannenweges. Die Arbeiten unter Vollsperrung dauern rund zwei Monate - vom 12. Juli bis 15. August. Der Bereich des Bahnübergangs in Hademstorf ist in der Zeit vom 23. Juli bis zum 30. Juli gesperrt.

Die Parkbuchten, die im dritten Abschnitt in beiden Richtungen am Wald bei Essel liegen, werden ebenfalls erneuert.

21. Juni bis 11. Juli: Höhe Tannenweg bis Eickeloh

Der vierte Bauabschnitt beginnt, aus Essel kommend, rund zehn Meter hinter der Einmündung des Tannenweges und endet vor Eickeloh. Die Arbeiten und die Vollsperrung laufen vom 21. Juni bis voraussichtlich zum 11. Juli.

Die offizielle Umleitungsstrecke für den dritten und vierten Bauabschnitt in Fahrtrichtung Hodenhagen beginnt an der Einmündung der K 149 (Esseler Damm) in die L 190 und verläuft über die K 149 in Richtung Westenholz und von dort aus weiter über die K 147 auf die L 191 nach Hodenhagen. In Hodenhagen führt die Umleitungsstrecke wieder auf die L 190 (Heerstraße). Für die Fahrtrichtung Essel gilt die vorgenannte Umleitung in gegenläufiger Richtung. Auch diese Umleitung werde rechtzeitig ausgeschildert.

Für Radfahrer und Füßgänger:

Radfahrer und Fußgänger kommen trotz Vollsperrung durch den Baustellenbereich. Der Radverkehr wird entweder auf dem Radweg oder auf der Fahrbahn durch die Baustelle geführt. Die Landesbehörde bittet Radfahrer, sich im Baustellenbereich mit erhöhter Aufmerksamkeit zu bewegen.

Für Anlieger:

Die direkten Anlieger werden dem Baufortschritt entsprechend durch gesonderte Mitteilungen informiert. Das dürfte besonders die Esseler, deren Ortsteile (mal wieder) voneinander abgeschnitten werden, und die Hademstorfer interessieren. Essels Gemeindedirektor Björn Gehrs sieht allerdings das Licht am Ende des Tunnels. “Es ist ein Ende absehbar.” Denn wenn auch die Landesstraße fertig ist, dürfte es in Sachen Baustellen in der Gemeinde ruhiger werden. Die Einwohner haben gelernt, damit umzugehen. Bürgermeister Bernd Block hat schon beobachtet, wie die ersten Personen Feldwege absperren, damit diese nicht zu Umleitungen werden.

Wichtig, nicht nur für Anlieger, ist auch, dass Rettungs- und Einsatzkräfte von der Vollsperrung ausgenommen sind. Für den Linienverkehr ist das Passieren eingeschränkt möglich.

Die Behörde weist darauf hin, dass witterungs- und auch pandemiebedingte Verzögerungen jederzeit möglich seien. Änderungen und Verschiebungen der Bauzeiten wolle die Landesbehörde rechtzeitig in der Presse mitteilen.

Auf den “Erhaltungsbedarf” des Abschnitts der L 190 seien die Mitarbeiter der Straßenbaubehörde schon während der Grunderneuerung der Autobahn 7 aufmerksam geworden. “Aufgrund des parallelen Verlaufes zur A 7 und der entsprechenden Nutzung als Ausweichstrecke mussten jedoch zunächst die Baumaßnahmen auf der Autobahn abgeschlossen werden”, teilt Rick Graue mit.

 

*In einer früheren Version dieses Artikels war noch vom Start am 3. Mai die Rede. Die Landesbehörde hat nun allerdings mitgeteilt, dass erst eine Woche später, am 10. Mai, begonnen werden soll. Die weiteren Bauabschnitte seien dadurch nicht betroffen.

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