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Erfolgreiches Kooperationsprojekt: Wirtschaftsförderung des Heidekreises gewinnt Medizinernachwuchs für die ländliche Region

“Landpartie Heidekreis” mit fünf Studentinnen

Arbeiten auf dem Lande: Katharina Sprung (links) vor der Praxis Dr. Irmani Obersteller und Egbert Rittner. Foto: Heidekreis
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Arbeiten auf dem Lande: Katharina Sprung (links) vor der Praxis Dr. Irmani Obersteller und Egbert Rittner. Foto: Heidekreis
SOLTAU - 27. März 2021 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

Das Kooperationsprojekt “Landpartie Heidekreis” der Wirtschaftsförderung des Landkreises mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und den akademischen Lehrpraxen im Landkreis ging trotz schwieriger Bedingungen in die achte Runde. Durch das Projekt “Landpartie Heidekreis” kommen Studentinnen und Studenten aus Hannover im Rahmen ihres 14-tägigen Blockpraktikums Allgemeinmedizin in den Heidekreis. Während dieser Zeit lernen sie die Tätigkeit in einer Hausarztpraxis auf dem Land und den Landkreis selbst kennen.

Die jungen Menschen werden von engagierten Hausärztinnen und Hausärzten ausgebildet. Diesmal nahmen an dem Projekt teil: Dr. Peter Rebhan und Dr. Fabian Riekenberg aus Soltau, Dr. Helmut Müller und Andrea Stendel aus Rethem und Dr. Irmani Obersteller und Egbert Rittner aus Neuenkirchen. Die Organisation und Begleitung obliegt der Wirtschaftsförderung des Heidekreises.

Dreimal im Jahr gibt es die “Landpartie Heidekreis”

Normalerweise wird den jungen Studentinnen und Studenten durch gemeinsame Besichtigungen und Ausflüge der Heidekreis und das Leben auf dem Lande “schmackhaft gemacht”. Das musste natürlich im Februar ausfallen. Trotzdem ist die “Landpartie” in Hannover sehr gefragt. Anna Heinemann, Medizinstudentin der achten “Landpartie”, erklärt, warum: “Ich habe mich für den Heidekreis entschieden, weil ich gerne eine Landarztpraxis genauer sehen wollte. Meine Famulatur habe ich schon in einer Praxis in der Stadt absolviert und wollte gerne noch einen anderen Eindruck von der hausärztlichen Tätigkeit gewinnen. Der Heidekreis hat mich landschaftlich am meisten angesprochen.”

Dreimal im Jahr gibt es die “Landpartie Heidekreis”. Im besten Fall beeinflussen die positiven Erfahrungen die spätere Wahl der Fachdisziplin und die Niederlassung im ländlichen Raum, hier speziell im Heidekreis. Dass diese Hoffnung nicht unbegründet ist, zeigt die Aussage ebenfalls von Anna Heinemann: “Der Heidekreis hat mich als Region schwer beeindruckt, und wenn ich mich später doch dazu entscheiden sollte, Hausärztin zu werden, würde ich dies nur auf dem Land tun, da mir die Tätigkeit so viel besser gefallen hat als in der Stadt.” Ihre Kollegin Charlotte Rupp ergänzt: “Ich kann mir sehr gut vorstellen, als Allgemeinmedizinerin zu arbeiten. Allerdings schwanke ich noch sehr zwischen dem Wunsch, Kinderärztin zu werden oder eben der Allgemeinmedizin. Beides hat dann vor allem in der niedergelassenen Praxis seinen Reiz. Mal sehen, wohin mein Weg mich da beruflich führt.”

Die “Landpartie” wird von weiteren Fördermaßnahmen flankiert

Die Sicherung der medizinischen Versorgung im Heidekreis ist ein wichtiger Standortfaktor. Auch in der Zukunft müssen gut ausgebildete Medizinerinnen und Mediziner für alle er-reichbar sein. “Den Hausärztinnen und Hausärzten kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, sie sind erster und wichtigster Ansprechpartner für die Menschen vor Ort”, erläutert Landrat Manfred Ostermann das Engagement des Heidekreises. Das Projekt zeigt bereits Erfolge: Die ersten Studentinnen und Studenten der “Landpartie” haben ihre medizinische Ausbildung im Heidekreis fortgesetzt - und können sich hier eine berufliche Zukunft gut vorstellen.

Die “Landpartie” wird von weiteren Fördermaßnahmen der Wirtschaftsförderung des Heidekreises flankiert, die im besten Fall zu einer Niederlassung oder Anstellung einer Medizinerin oder eines Mediziners im Heidekreis führen. Seit Beginn des Förderprogramms am 1. Januar 2019 wurden bereits 22 Niederlassungen beziehungsweise Anstellungen im Heidekreis durch die Wirtschaftsförderung unterstützt, was sich sehr positiv auf die Altersstruktur der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte auswirkt und auf die medizinische Versorgung für die Zukunft sichert.

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