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Der Land- und Forstwirtschaftliche Verein Rethem lädt ein: Mitgliederversammlung und Landwirtschaftlicher Ball in Altenwahlingen

Landwirtschaft in der ehemaligen Kornkammer

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ALTENWAHLINGEN - 08. Januar 2019 - 11:00 UHR - VON REDAKTION

Das Landvolk Niedersachsen und der Land- und Forstwirtschaftliche Verein Rethem laden zur Mitgliederversammlung am Donnerstag, 10. Januar, um 13.30 Uhr nach Altenwahlingen ins Gasthaus “zur Linde” ein. Am Sonnabend, 12. Januar, beginnt an selber Stelle der Landwirtschaftliche Ball um 18.30 Uhr mit einem Sektempfang und Festessen. Anmeldungen dafür nimmt Carsten Poppe unter (05165) 913853 entgegen. Die Live-Band “Mr. Moonlight” spielt ab etwa 21 Uhr. Mitglieder und Gäste sind bei beiden Veranstaltungen willkommen.

Das agrarpolitische Grußwort bei der Mitgliederversammlung spricht der Vorsitzende des Landvolks, Jochen Oestmann. Forstwirtschaftliche Themen erläutert Forstamtmann Hildebrandt. Auf Einladung des Landwirtschaftlichen Vereins Rethem wird bei der Zusammenkunft der Dorfmarker Norbert Haase einen Vortrag zum Thema “Landwirtschaft im Oblast Kaliningrad - Landwirtschaft in der ehemaligen Kornkammer Deutschlands nach dem Zusammenbruch der UdSSR im Jahre 1992” halten.

Immer wieder wird ganz allgemein über Ostpreußen und seinem derzeitigen Status als Exklave der Russischen Föderation gesprochen. Dieser westlichste Distrikt der heutigen Russischen Föderation war bis zur Auflösung der UdSSR, vor allem aus militärischen Gründen, nahezu konsequent von der Außenwelt abgeschnitten. Wer erfährt heute schon Näheres über die aktuelle politische Lage und die wirtschaftliche Situation der Agrarproduktion des verbliebenen nördlichen Teils der ehemaligen Provinz Ostpreußens? Mit einer Million Einwohnern und der Flächengröße Schleswig-Holsteins hat die Oblast Kaliningrad ihre historische Bedeutung nach wie vor nicht verloren. Neben touristischen Attraktionen erscheint es auch aus ökonomischer Sicht immer wieder in den Schlagzeilen der Medien.

Die besondere geografische Lage - im Westen von der Ostsee, im Norden und Osten von Litauen und im Süden von Polen eingeschlossen - bedeutet erhebliche Einschränkungen für den Handel und Warenverkehr dieser Region. Darüber hinaus hat die angespannte politische Beziehung Russlands zur EU zu weiteren Herausforderungen für die Landwirtschaft in der Oblast geführt. Mit dem russischen Einfuhrembargo auf Agrarprodukte aus der EU eröffnen sich offensichtlich neue Perspektiven für die Lebensmittelproduktion, zu deren Realisierung es allerdings an brauchbaren Konzepten fehlt.

Haase, der sein Leben der Landwirtschaft gewidmet hat und bis zu seinem beruflichen Ausscheiden im Pflanzenschutz tätig war, ist seit drei Jahren als ehrenamtlicher Berater für den gemeinnützigen Verein Ostseebrücke im Königsberger Gebiet tätig. Die “Ostseebrücke” wurde im Jahr 1992 mit dem Ziel, die Entwicklung sozialer Einrichtungen und privatwirtschaftlicher Betriebe zu unterstützen, gegründet. Neben der Schwerpunktaufgabe, der Förderung und Erhaltung der deutschen Sprache im Gebiet, widmet sich ein angegliederter Beratungsverein “Mit Rat und Tat” der Vermittlung von Fachwissen. Dies geschieht in Form einzelbetrieblicher Beratungen, landwirtschaftlicher Fachseminare und gemeinsamer Veranstaltungen mit staatlichen Bildungseinrichtungen.

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