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Professorin Dr. Tomoko Ichida bringt Publikation über Leader und die Region Aller-Leine-Tal raus

Leader-Projekte auf Japanisch

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AHLDEN - 17. Juli 2018 - 18:00 UHR - VON REDAKTION

Die Leader-Region Aller-Leine-Tal wurde Teil eines japanischen Forschungsprojektes zum Thema Kooperationen in ländlichen Räumen anhand des europäischen Leader-Programms und der Umsetzung in Deutschland. Dafür hat eine japanische Professorin ein gutes halbes Jahr in Niedersachsen geforscht. Nun ist eine Publikation mit den Ergebnissen der Analyse erschienen.

Professor Dr. Tomoko Ichida, japanische Universitätsprofessorin für die Analyse von Agrarpolitik und Entwicklung von ländlichen Strukturen in der EU an der Elite-Universität Meiji-University, hospitierte von April 2017 bis Januar 2018 am Thünen-Institut (Bundesforschungsinstitut für ländliche Räume) in Braunschweig. Ziel des Forschungsaufenthaltes war die Analyse der Strukturen des europäischen Leader-Programms und der Umsetzung insbesondere in Niedersachsen sowie der Vergleich beziehungsweise die Übertragbarkeit auf japanische Strukturverhältnisse.

Während ihres Forschungsaufenthaltes informierte sich die Professorin insbesondere über die LEADER-Aktivitäten im Aller-Leine-Tal, da die Region als Fallbeispiel für die Untersuchung dient. Unter anderem besuchte Dr. Ichida den Dorfladen Otersen und führte ein intensives Gespräch mit Günter Lühning, dem Vorsitzenden der “Dorfladen-Bundesvereinigung über bürgerschaftlich organisierte Dorfläden”, über die Auswirkungen der Dorfläden auf die Dorfentwicklung und die zukünftigen Herausforderungen.

Kürzlich ist eine Publikation in Japan erschienen, in der die Uni-Professorin in einem Kapitel auf die Funktionsweisen des Leader-Programms mit seinem “Bottom-up-Prinzip” und der Entscheidungsfindung über die lokalen Aktionsgruppen (LAG) sowie beispielhaft auf die Leader-Region Aller-Leine-Tal eingeht. Auf elf Seiten beschreibt die Professorin die Region Aller-Leine-Tal und ausgewählte Projekte zu den Themen Direktvermarktung, Einkommensalternativen von Landwirten und Landfrauen, Umnutzung alter Bausubstanz, neue Wohnformen im ländlichen Raum und vieles mehr.

Die Akteure im Aller-Leine-Tal freuen sich, dass ihre Aktivitäten zur Entwicklung der Region auch in weiter Ferne gewürdigt werden. Mit neuen Projekten wie dem E-Carsharing und zur E-Ladesäuleninfrastruktur, die sich aktuell in der Umsetzung befinden, hofft die Region, auch in Zukunft für Besuchsgruppen von Nah und Fern interessant zu sein. Gleichzeitig ist dem Aller-Leine-Tal sehr daran gelegen, selbst von anderen lernen zu können. So waren einige Akteure vor kurzem in Oerel bei Bremervörde, um Projekte rund um das Thema Innenentwicklung zu besichtigen.

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