Lokales

/lokales/mahnwache-am-mittwoch_10_111631544-21-.html/ / 1

“Aktionsbündnis gegen Gasbohren” ruft zu Treffen auf dem Bürgerhof auf

Mahnwache am Mittwoch

Wollen sich zur Wehr setzen: die Mitglieder des “Aktionsbündnis gegen Gasbohren”. red
Wollen sich zur Wehr setzen: die Mitglieder des “Aktionsbündnis gegen Gasbohren”. red
BAD FALLINGBOSTEL - 09. Dezember 2018 - 08:00 UHR - VON REDAKTION

Die Mitglieder des “Aktionsbündnis gegen Gasbohren Bad Fallingbostel” rufen zur Mahnwache am Mittwoch, 12. Dezember, ab 17.30 Uhr auf dem Bürgerhof auf. Grund ist ein sogenannter “Nachbarschafts-Tisch”, bei dem der kanadische Konzern Vermilion Energy im nahegelegenen Kursaal einen ausgewählten Kreis über geplante Gasbohrungen im Stadtgebiet informieren will. Dazu haben nur geladene Gäste Zutritt.

“Transparenz sieht anders aus. Warum werden solche Veranstaltungen nicht öffentlich gemacht?”, fragen sich die Mitglieder des Aktionsbündnisses, die sich gegen die geplanten Gasbohrungen in Dorfmark und Oerbke zur Wehr setzen. Viele Menschen sorgten sich um die Zukunft der Region, um ihre Gesundheit und um ihre Gebäude, falls im Raum Bad Fallingbostel nach Erdgas gebohrt werden sollte. Die Bürger wollten über mögliche Gefahren und über Konsequenzen durch Gasbohrungen aufgeklärt werden und Einspruch erheben dürfen.

Mit einer Mahnwache auf dem Wochenmarktgelände wollen die Initiatoren ihren Unmut über diese “kanadische Bescherung” zum Ausdruck bringen und rufen dazu auf, sich mit Grablichtern und Kerzen an der Demonstration der Trauer auf dem Bürgerhof zu beteiligen.

“Überall im Land wächst der Widerstand gegen die Folgen der Erdgasindustrie. Sie ist längst nicht so sauber, wie sie sich gern gibt”, sagt Peter Josten vom Aktionsbündnis. Außerdem mache es der Klimawandel notwendig, zukünftig keine fossilen Energieträger mehr zu verbrennen. Deshalb sei das geplante Vorhaben nicht mehr zeitgemäß. “Es geht auch um die Bewahrung der Schöpfung”, ergänzt Wilfried Stegmann, der auch Mitglied des Bad Fallingbosteler Kirchenvorstandes ist. “Wir wollen keinen Krawall, sondern auf leise Weise unsere Skepsis zum Ausdruck bringen.”

Mit ihrer Protestaktion möchten die Organisatoren darauf hinwirken, dass Vermilion Energy das Vorgehen im Heidekreis überdenkt. Sie hoffen, dass sich der Konzern an einem anderen Unternehmen - der DEA - ein Beispiel nimmt. Dieses habe vor Kurzem verkündet, freiwillig Umweltverträglichkeitsprüfungen vorzunehmen beziehungsweise einzelne Vorhaben gestoppt.

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.
Diese Beitragsdiskussion wird moderiert. Die Redaktion behält sich das Recht vor, eingereichte Kommentare zu löschen, wenn diese gegen den Verhaltenscodex verstoßen. Ihr Kommentar sowie Ihr vollständiger Name werden in der Beitragsdiskussion veröffentlicht. Einzelne Kommentare können zur Veröffentlichung in der Walsroder Zeitung verwendet werden.
Lesen, was gefragt ist. Wissen, was gemeint ist.
Mit WZ+ die volle Artikelvielfalt erleben. Von Heidjern, für Heidjer.