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Nabu-Fotowettbewerb Rotkehlchengarten: “Wir sind überwältigt”

Mehr als 1500 Einsendungen

Eine gelungene Aktion: Mehr als 1000 Menschen haben an dem Fotowettbewerb teilgenommen.Foto: Nabu Niedersachsen
Eine gelungene Aktion: Mehr als 1000 Menschen haben an dem Fotowettbewerb teilgenommen.Foto: Nabu Niedersachsen
WALSRODE - 03. Juli 2021 - 18:00 UHR - VON REDAKTION

Der Nabu Niedersachsen hatte im April zu einem von der OLB-Stiftung geförderten Fotowettbewerb “Mein schöner Rotkehlchengarten” aufgerufen, um die Besonderheiten des aktuellen “Vogel des Jahres” zu zeigen. Mehr als 1000 Freunde des Rotkehlchens haben an dem Wettbewerb teilgenommen und insgesamt 1503 Motive eingereicht. “Wir sind überwältigt angesichts der vielen großartigen Rotkehlchenbilder, die uns in den vergangenen zehn Wochen erreichten und die hohe Beteiligung am Fotowettbewerb unterstreichen, weshalb das Rotkehlchen dieses Jahr der erste von der Bevölkerung direkt gewählte Vogel des Jahres geworden ist”, freut sich Matthias Freter vom Nabu Niedersachsen.

Obwohl das Rotkehlchen bislang keine gefährdete Art ist, stehe es stellvertretend für eine Fülle anderer Vogelarten, denen es wesentlich schlechter geht. Und auch für das Rotkehlchen werden die Zeiten schwieriger: Der dramatische Insektenrückgang, der Klimawandel, die illegale Bejagung im Mittelmeerraum und der enorme tägliche Verlust von Gärten und Landschaft durch Überbauung werden auch an diesem kleinen Vogel, der den Menschen so nah ist, nicht vorübergehen. Ein Fotowettbewerb wie dieser helfe dabei, den Blick für das Rotkehlchen sowie die Vielfalt an weiteren Arten und ihren Lebensweisen im engeren Umfeld zu schärfen.

Neben der enormen Vielfalt an Motiven und eingefangenen Situationen begeisterten vor allem auch viele miteingereichte Geschichten rund um die Gartenbesucher: So wurde unter anderem von Wassernäpfen als Freibad-Nutzung berichtet, von “kleinen dicken Lieblingen” und “treuen Freunden”, die regelmäßig vorbeischauen und immer “ein Liedchen auf dem Schnabel” haben, oder auch von kuriosen Ersatznistplätzen wie in der Zeitungsrolle, im Reithelm, im Schuhschrank oder im Blumenkübel. So verschob ein Nest am Fahrrad beispielsweise die Fahrt zum Bäcker und ein im Türkranz brütendes Rotkehlchen führte die Bewohner zeitweilig durch den Kellereingang.

“Die Geschichten rund um kuriose Ersatznistplätze sind allerdings auch ein Zeichen dafür, dass es die Höhlenbrüter in unserer Natur mittlerweile ebenfalls nicht mehr leicht haben, einen geeigneten Platz zum Brüten zu finden.

In jeder der insgesamt zehn Wochen wurden von der Jury zehn Gewinnerbilder ausgewählt und in den sozialen Netzwerken sowie auf der Website des Landesverbandes präsentiert. Diese zehn erhielten jeweils ein “Rotkehlchenpaket”, in dem sich ein Nischenbrüternistkasten aus Holzbeton und das Buch “Gartenvögel rund ums Jahr” der Vogelexperten Anita und Norbert Schäffer befindet.

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