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Impfstoff für das HKK-Personal auf Intensiv- und Isolierstation sowie in der Notaufnahme

Mehr Sicherheit dank Spritze

Dr. Mira Moser (HKK Soltau) lässt sich von Chefärztin Özgen Isik-Obersteller gegen Covid-19 impfen.Foto: Heidekreis-Klinikum/Nina Bernard
Dr. Mira Moser (HKK Soltau) lässt sich von Chefärztin Özgen Isik-Obersteller gegen Covid-19 impfen.Foto: Heidekreis-Klinikum/Nina Bernard
WALSRODE - 12. Januar 2021 - 22:00 UHR - VON REDAKTION

Am Montag wurden im Heidekreis-Klinikum an den Standorten Soltau und Walsrode die ersten Mitarbeitenden der Intensivstationen, Notaufnahmen und Isolierstationen geimpft. Das sind die Bereiche in Krankenhäusern, die laut Impfverordnung der Bundesregierung zur höchsten Priorität gehören. Geschäftsführer Dr. med. Achim Rogge erklärt: “Ich bedanke mich bei Landrat Ostermann, dass unsere beiden Standorte nun mit Impfstoff versorgt werden sollen, sodass wir nach und nach für eine noch größere Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeitenden - und auch deren Angehörigen sorgen können.”

Selbstverständlich blieben alle im HKK während der Corona-Pandemie getroffenen Schutzvorkehrungen, wie zum Beispiel Testung aller Patienten, die aufgenommen werden, sowie wöchentliche Routine-Testungen aller Mitarbeitenden, die patientennah arbeiten, vor allem aber das Einhalten der AHA-Regeln in Kraft. Rogge ergänzt: “Es konnten rund 160 Mitarbeitende geimpft werden.” 314 Mitarbeitende des Heidekreis-Klinikums fallen unter die Kategorie “höchste Priorität”.

Ärztin Dr. med. Mira Moser hat nicht lange gezögert, als sie gefragt wurde, ob sie mitmacht: “Für mich war klar, dass ich mich so schnell wie möglich impfen lassen sollte. Ich arbeite als Ärztin in der Notaufnahme und habe hier erleben müssen, dass diese Erkrankung und ihre Folgen schwer einschätzbar sind, dass sie auch junge Menschen schwer betreffen kann.” Sie berichtet, dass sie einen jungen Mann, Anfang 20, behandeln musste, der - durch das Coronavirus ausgelöst - schwere Krampfanfälle erlitt. “Nach Abwägung aller Erkenntnisse schätze ich das Risiko einer Corona-Erkrankung mit allen Folgen wesentlich höher ein als die Risiken einer Impfung.”

Auch Sabine Tessmann, ist froh, nun schon einmal geimpft zu sein. Sie arbeitet im Stationssekretariat der Isolierstation. Ihre Eltern leben noch bei ihr zu Hause, sie sind vorerkrankt und älter. Es beruhige, dass sie selbst nun einen weiteren Schritt tun konnte, um sie noch besser schützen zu können. Dabei denkt sie auch an ihre erst 25 Jahre alte Cousine, die im Frühjahr an Covid-19 erkrankt war und wohl bleibende Schäden an ihrer Lunge behalten wird. “Das Virus kann für Alt und Jung gefährlich sein.”

Timo Ahrens, er arbeitet als Fachpfleger auf der Intensivstation, freut sich, dass die Impfungen sozusagen auf kurzem Wege direkt im Krankenhaus stattfinden. Für die Kolleginnen und Kollegen im HKK sei dieser Impfstoff seit der ersten Welle im vergangenen Frühjahr wie eine Art Hoffnungsschimmer, der nun greifbar ist. Nach dem “Piks” beruhigte er: “An alle, die Angst vor dem Schmerz haben: Es tut nicht mehr weh als andere Impfungen, die wir schon kennen.”

Grundsätzlich ist eine hohe Impfbereitschaft im Heidekreis-Klinikum zu verzeichnen. Dr. med. Achim Rogge betont: “Es gibt keine Impfpflicht. Wir werben bei unseren Mitarbeitenden darum, dass sie sich impfen lassen.” Es müsse einfach alles getan werden, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Aber eines sollte allen, die schon geimpft sind, bewusst sein: Alle Abstands- und Hygieneregeln müssen auch weiterhin eingehalten werden.

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