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Richtiges Verhalten beim Betrugsversuch: Niemals Passwörter herausgeben

Microsoft ruft nicht an

Die Polizei warnt immer wieder: Auch im Heidekreis sind bereits Opfer auf die Masche hereingefallen.Foto: Pixabay
Die Polizei warnt immer wieder: Auch im Heidekreis sind bereits Opfer auf die Masche hereingefallen.Foto: Pixabay
WALSRODE - 10. März 2021 - 07:00 UHR - VON JOHANNA SCHEELE

Das Telefon klingelt bei einem Leser der WZ. Am anderen Ende meldet sich ein angeblicher Mitarbeiter von “Microsoft London”. In gebrochenem Deutsch wird er aufgefordert, an seinen PC zu gehen, weil dieser angeblich gehakt wurde. Dort sollte der Mann dann verschiedene Tasten drücken.

Erst später bemerkt der Mann, das etwas nicht stimmt und er nimmt Kontakt zur Polizei auf. “Die Masche ist bereits viele Jahre alt”, erklärt Sprecher der Polizeiinspektion Heidekreis, Olaf Rothardt. Auch im Heidekreis werde immer wieder davor gewarnt.

Er gibt folgende Hinweise, was in solchen Fällen zu tun ist: “Gespräch sofort beenden - Microsoft-Mitarbeiter rufen nicht an! Niemals Passwörter herausgeben. Niemals sich irgendwo einloggen, wenn bereits der “Zugang” gewährt wurde.” Notierte Telefonnummern helfen bei der Zuordnung, aber nicht bei der Täterermittlung.

Wenn es zu spät zum Auflegen ist, wie im Fall des Lesers, sollte zuerst der PC vom Netz genommen werden. Wichtige Stellen wie beispielsweise das Geldinstitut sollten informiert werden. Passwörter sollten geändert werden und der PC sollte fachgerecht überprüft werden.

Was versuchen die Hacker, dabei zu erreichen? Die Opfer installieren sich selbst unter Anleitung der Täter eine “Fernwartungssoftware”. Damit sollen die angeblichen Probleme bei dem Rechner gelöst werden. Stattdessen können die Betrüger so auf die Geräte ihrer Opfer zugreifen und dessen sensible Daten, beispielsweise Passwörter für das Online-Banking, ausspähen.

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