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Verplant: Wie zwei Männer versuchen, mit dem Rad von Deutschland nach Vietnam zu fahren

Mit dem Fahrrad ins Open-Air-Kino

Matthias Schneemann “Keule” (links) und Tobias John “Otti” auf ihrer Reise durch die Länder. Foto: Capitol Theater
Matthias Schneemann “Keule” (links) und Tobias John “Otti” auf ihrer Reise durch die Länder. Foto: Capitol Theater
WALSRODE - 12. August 2021 - 10:00 UHR - VON REDAKTION

Am Sonnabend, 14. August, gibt es ab 22 Uhr wieder eine Vorstellung im Open-Air-Kino im Capitol Walsrode. Und das mit einem ganz besonderen Film: Zwei Freunde bereisen darin auf ihrem Drahtesel die Welt. Wer möchte, kann selbst mit dem Fahrrad zum Open-Air-Kino kommen und bis zu seinem Platz radeln, um dort den Film zu genießen.

Zum Inhalt: Beide sind untrainiert und unaufhaltsam, und sie haben einen sehr ehrgeizigen Plan: Von Heiligenstadt in der Mitte Deutschlands aus wollen die Freunde Otti (Tobias John) und Keule (Matthias Schneemann) entlang der alten Seidenstraße bis nach Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) im Süden Vietnams fahren. Das alles wollen sie mit dem Fahrrad bestreiten und nebenbei 15 Länder durchqueren.

Doch wer sagt, dass eine Weltreise mit dem Rad nur dann möglich ist, wenn eine wochen- oder sogar monatelange Vorbereitung vorliegt? Und wer sagt, dass stählernde Muskeln benötigt werden? Die Freunde zeigen, dass es auch anders geht - sie starten ihre Tour vergleichsweise untrainiert im Rekordhitzesommer 2018. Auf ihren brandneuen Rädern machen sie sich auf den Weg von Heiligenstadt in Richtung Saigon. Ihr Weg führt sie unter anderem über den Balkan ans Schwarze Meer, durch die Türkei, den Iran, Zentralasien und China bis hin zu ihrem Ziel in Vietnam. Doch nicht immer läuft alles glatt. In den zehn Monaten ihrer Tour bezwingen sie Wüsten und Berge, schreiben Briefe an den Präsidenten von Turkmenistan, um an die begehrten Transitvisa zu kommen, und müssen auf 3000 Metern Höhe aufs Außen-Plumpsklo. In China haben sie in der Provinz Xinjiang mit dem extremen Polizeistaat sowie den nicht weniger extremen Wetterbedingungen zu kämpfen, müssen ihre Pläne über den Haufen werfen und auf eine Alternativroute ausweichen.

Nach einigen Fahrradpannen und anderen Schwierigkeiten kommen sie trotz aller Widrigkeiten im Mai 2019 nach 13.000 Kilometern auf dem Fahrrad und mehr als 70.000 erklommenen Höhenmetern in Saigon an. Die beiden sind sichtlich glücklich und man sehe - mittlerweile sind sie richtig fit.

Und warum macht man eine solche Reise? Die beiden Protagonisten stellen gern ihre Grenzen infrage und sind neugierig, wie die Dinge in anderen Teilen der Welt laufen.

“Verplant” ist nicht gedacht als Film mit Sonnenuntergängen, philosophischen Erkenntnissen und Lebensweisheiten. Er ist gedacht als ein Film über zwei ganz “normale” Typen, die sich mit viel Galgenhumor und einer selbstironischen Art nicht aus der Ruhe bringen lassen und die mit viel Spaß an der Sache immer wieder ihren inneren Schweinehund bezwingen, um ihr großes Ziel zu erreichen.

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