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Helge Hornbostel erzählt im Auslandstagebuch der WZ, wo genau in Amerika er die kommenden Monate verbringen wird

Mit dem Rad durch den Central Park

Viel erlebt in New York City: Central Park, Empire State Building, Times Square: Helge Hornbostel (links) hat die ersten Tage in den USA in vollen Zügen genossen.Fotos: Hornbostel
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Viel erlebt in New York City: Central Park, Empire State Building, Times Square: Helge Hornbostel (links) hat die ersten Tage in den USA in vollen Zügen genossen.Fotos: Hornbostel
ESSEL - 04. September 2019 - 08:00 UHR - VON REDAKTION

Helge Hornbostel aus Essel hat es geschafft: Der 22-Jährige darf im Rahmen des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms - kurz PPP - ein Jahr lang in den Vereinigsten Staaten von Amerika verbringen. Kurz vor seiner Abreise in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten war allerdings noch unklar, wohin es für Helge genau geht...

Die Platzierung

Die Platzierung ist eigentlich der ausschlaggebende Punkt beim PPP. Denn sie verrät einem den Ort, den man die kommenden elf Monate sein Zuhause nennen wird. Außerdem wird dann bekannt, ob man in einer Gastfamilie untergebracht wird oder im Studentenwohnheim lebt. Außerdem erfährt man, ob man in Teilzeit oder Vollzeit studiert und arbeitet. All diese Fragen habe ich mir im Vorfeld auch gestellt. Auf meine persönliche Antwort musste ich allerdings ein bisschen länger warten.

Beim Vorbereitungsseminar wurde mir gesagt, dass die Platzierungen zirka Anfang bis Mitte Juli mitgeteilt werden. Bei Einzelfällen kann es aber auch sein, dass die Info erst in New York beim geplanten Vorbereitungsseminar mitgeteilt wird. Dementsprechend gespannt war ich auf meine eigene Platzierung und auf den Tag, an dem ich sie erhalten sollte.

Ich wartete bis kurz vor meinen Abflug auf den Anruf, in dem mir mitgeteilt wurde, dass es für mich nach Minnesota geht. Genauer gesagt nach Anoka, einem Vorort von Minneapolis. Wohnen werde ich bei Cindy Houser, einer 58-jährigen Frau, die an dem selben College arbeitet, an dem ich auch studieren werde. Das Minneapolis Community and Technical College (kurz MCTC) werde ich in Teilzeit besuchen. Ich werde also das gesamte Jahr arbeiten und auch zum College gehen.

Orientierungsseminar

Endlich ging es für mich los. Morgens um 9 Uhr startete die Maschine mit den anderen Teilnehmern des Programms und mir an Bord von Frankfurt am Main nach New York. Dort besuchten wir zunächst ein dreitägiges Seminar in den Räumlichkeiten des Außenministeriums. Neben zahlreichen Vorträgen über Themen wie Autokauf, Versicherung in den Staaten oder Jobsuche, hatten man auch etwas Zeit, um die Stadt zu erkunden. Unser Hostel lag ziemlich zentral, daher hatte man die Möglichkeit, viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu erreichen.

Die leider wirklich viel zu kurze Zeit in New York musste effektiv genutzt werden. Und das wurde sie auch: Unter anderem bin ich mit dem Fahrrad durch den Central Park gefahren, habe mir vom Empire State Building aus einen großartigen Überblick über die Stadt verschafft, und ich bin mit der State Island Ferry gefahren. Dazu habe ich einige bekannte Plätze wie Ground Zero, Times Square und die Wall Street abgegrast und musste immer wieder feststellen, wie gigantisch diese Stadt doch ist. Überall sind grelle Lichter, riesige Gebäude und sehr viele Menschen. Und dann ging es für mich am Abreisetag aber schon sehr früh weiter in Richtung Minnesota.

Die neue Heimat

Zusammen mit drei anderen aus dem Programm wurden ich um 2 Uhr morgens vom Hostel abgeholt und zum Flughafen gebracht. Mit einem anderen PPPler, der auch in Minnesota platziert wurde, flog ich dann nach Minnesota. Am Flughafen angekommen, wurde ich schon von meiner Koordinatorin und dem Fußballtrainer, der großes Interesse daran hat, dass ich für seine Mannschaft spiele, begrüßt und zu einem typisch amerikanischen Frühstück eingeladen. Es gab Pfannkuchen, Speck und Rührei. Nach dem üppigen Frühstück gaben die beiden mir eine kleine Führung durch Minneapolis. Wobei sie mir neben Ausgehmöglichkeiten wie Bars, Restaurants oder Cafés auch das Campus-Gelände gezeigt haben. Dabei bekam ich beim He-rumfahren im Auto einen tollen ersten Eindruck und war begeistert von den vielen Seen und Parks in und um Minneapolis.

Danach ging es weiter zu meiner Gastmutter Cindy Houser. Sie wohnt in Anoka, einem Vorort der Stadt rund 20 Meilen nordwestlich entfernt. Das Haus liegt am Ende eines Wohngebiets, und hinter dem Haus fließt der Mississippi-River. Cindy ist sehr hilfsbereit, denn bei den vielen Dingen, die ich in den ersten Wochen erledigen muss, versucht sie mich, so gut es geht zu unterstützen. Außerdem haben wir die erste Zeit genutzt, um die Gegend und um einander besser kennenzulernen. So waren wir zum Beispiel bereits einige Male zusammen essen, haben die Mall of America besucht oder sind zusammen Golf spielen gewesen.

Außerdem habe ich ihr altes Fahrrad repariert und darf es nun benutzen. Damit habe ich bereits ein paar Runden um den Block gedreht und dabei schon einige schöne Orte in der Nachbarschaft entdeckt.

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