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Rund 50 Gegner der Maßnahmen zur Eingrenzung der Corona-Pandemie bei Kundgebung

Motto lautete “Ende der Märchenstunde”

Vor Veranstaltungsbeginn erteilte die Polizei der Veranstalterin genaue Anweisungen.Foto: Rolf Hillmann
Vor Veranstaltungsbeginn erteilte die Polizei der Veranstalterin genaue Anweisungen.Foto: Rolf Hillmann
WALSRODE - 19. Dezember 2020 - 15:15 UHR - VON ROLF HILLMANN

Ob es nun Corona-Leugner oder Querdenker waren, blieb unklar. Auf jeden Fall demonstrierten am Sonnabend rund 50 Leute für Frieden, Freiheit und Demokratie - und vor allem für ein sofortiges Ende des Lockdowns. Rund 80 Polizeibeamte begleiteten die Veranstaltung.

Rund 50 Gegner der geltenden Maßnahmen zur Eingrenzung der Corona-Pandemie trafen sich am Sonnabend, 19. Dezember am Klostersee in Walsrode. Sie bauten eine Musikanlage auf, entrollten Transparente, hielten Fahnen in die Luft. Es handelte sich um eine Kundgebung, die von einer Bürgerin aus Ahlden angemeldet und unter Auflagen genehmigt worden war. Das Motto lautete “Ende der Märchenstunde - wir stehen auf für Frieden, Freiheit und Demokratie”. Rund 80 Polizeibeamte in Uniform und Zivil hielten sich im Hintergrund auf oder kontrollierten bei Bedarf Personalien beziehungsweise die Einhaltung der Regeln wie Maskenpflicht und Abstandsgebot.

Während die Veranstalterin zu einem fröhlichen Nachmittag mit Singen und Lachen einlud, war dem Leiter der Polizei Walsrode, Rainer Kahr, nicht zum Scherzen zumute. “Bei den Infektionszahlen im Landkreis und gestern schon wieder vier Toten ist der Spaß vorbei”, zeigte er sich nachdenklich und kündigte an, eingreifen zu lassen, wenn die Auflagen nicht eingehalten würden.

Sofortiges Ende des Lockdowns

Dass es den Teilnehmern nur vordergründig um “gemeinsames Lachen” ging, wurde an Wortbeiträgen deutlich - zum Beispiel an einem “Märchen für Omas und Opas”, die nicht mehr ihre Enkel sehen dürften, weil “Regierung und staatstreue Diener” dies verhinderten. Die Veranstalterin rief den Teilnehmern zu: “Ihr seid nicht auf einer Demo, ihr seid die Demo!” Zu ihren Forderungen gehörte das sofortige Ende des Lockdowns und eine transparente Aufarbeitung der Entscheidungsbegründungen aller Amtsträger des “Notfallregimes”.

Anwesenden Journalisten wurde geraten, wieder zu gehen, um ihre vorgeschriebenen Artikel aus der Schublade zu holen. Dieser Artikel entstand allerdings erst während beziehungsweise nach der Veranstaltung. Nach Angaben der Polizei kam es - bis auf Kontrollen der Personalien und Ermahnungen, die Auflagen einzuhalten - zu keinen Zwischenfällen. Die Kundgebung verlief friedlich und war nach zwei Stunden zu Ende.

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