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Neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug bietet Möglichkeiten für die Freiwillige Feuerwehr Schwarmstedt

Nach 40 Jahren Einsatzzeit ausgedient

Nach vier Jahrzehnten wird abgelöst: Das “alte” Fahrzeug (links) und “der Neue”. Foto: Freiwillige Feuerwehr Schwarmstedt
Nach vier Jahrzehnten wird abgelöst: Das “alte” Fahrzeug (links) und “der Neue”. Foto: Freiwillige Feuerwehr Schwarmstedt
SCHWARMSTEDT - 14. Oktober 2020 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

Autos halten lange. Feuerwehrfahrzeuge sogar noch länger. Aber irgendwann kommt die Zeit, da muss auch mal ein solches Fahrzeug ausgetauscht werden. Nun hat man sich bei der Feuerwehr der Samtgemeinde Schwarmstedt Gedanken darüber gemacht, wie es mit dem Fuhrpark weitergeht. Die Arbeitsgruppe der Ortswehr Schwarmstedt hat ihre Arbeit bereits 2017 aufgenommen und nun stehen die ersten sichtbaren Veränderungen vor der Tür - beziehungsweise hinter dem Rolltor.

Der erste Schritt war, ein etwas älteres Fahrzeug auszutauschen. Das Tanklöschfahrzeug (TLF 24/50) wurde in den Ruhestand versetzt. Das Fahrzeug war ein Mercedes 1719, 4x4, Baujahr 1980, hatte einen Wassertank für 5000 Liter und 500 Liter Schaummittel und keine Gurte für die drei Einsatzkräfte. Es war ein sehr wichtiges Fahrzeug, da es große Mengen Wasser dorthin bringt, wo es kein öffentliches Hydrantennetz gibt, zum Beispiel im Wald oder auf der Autobahn. Dieses Fahrzeug war bei jedem Brandeinsatz dabei, da schnell viel Wasser zur Verfügung stehen konnte. Aber nach nun 40 Jahren steht der Nachfolger bereit.

Das neue Fahrzeugkonzept sieht vor, dass zwei Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge (HLF) angeschafft werden. Das erste Fahrzeug wurde Anfang Juli in den Dienst gestellt. Es hat einen großen Wasser- und Schaumtank für 4000 Liter Wasser und 200 Liter Schaum - und es kann neun Einsatzkräfte zur Einsatzstelle bringen. Zusätzlich sind viele Gerätschaften neu angeschafft worden, und der “Neuwagen” ist auf einem aktuellen Stand der Technik. Nicht nur Gurte für alle neun Einsatzkräfte und Airbags im Mannschaftsraum sind vorhanden, es gibt einen Abbiegeassistenten und viele aktuelle Sicherheitsmerkmale. Auch können sich während der Fahrt bereits vier Einsatzkräfte mit Atemschutz ausrüsten. Ein Hygieneboard für die Einsatzkräfte ist verbaut. So kann man sich an der Einsatzstelle bereits grob säubern und vernünftig die Hände waschen.

Das “Losfahren” klappt schon recht schnell, ist dank automatisiertem Schaltgetriebe auch einfacher geworden. Aber die “Mitfahrer” müssen als Einsatzkräfte noch geschult werden. Auch die Maschinisten haben viel zu lernen. Nicht nur, wie man das Fahrzeug bewegt. Denn eine Einsatzstelle liegt nicht immer da, wo man viele Parkplätze findet. So eine Rettungsgasse kann eng werden, und auch die neue Technik der Pumpe muss erlernt werden.

Alle Einsatzkräfte wollen jetzt loslegen und mit dem Fahrzeug üben. Aber aufgrund der Pandemie gelten auch für die Feuerwehr besondere Maßnahmen. Treffen im Feuerwehrhaus sind nur im Einsatzfall erlaubt. Die Einsätze werden von besonderen Hygienevorschriften begleitet, die einzuhalten sind. Ein Übungsdienst wird derzeit nur unter strengen Auflagen und in kleinen Gruppen mit nicht mehr als zehn Einsatzkräften durchgeführt.

Eine gute Nachricht gibt es noch: Ein baugleiches Fahrzeug mit nicht ganz so großem Wassertank wird gerade auf den Weg gebracht und wird das Fahrzeugkonzept ergänzen. Dieses Fahrzeug wird dann das Löschgruppenfahrzeug (LF16/12) aus dem Jahr 1998 und den Rüstwagen (RW1) aus dem Jahr 1984 ablösen. Somit werden zwei neue Fahrzeuge drei ältere Modelle ersetzen.

Normalerweise wird ein neues Fahrzeug gebührend empfangen. Auch hätten die Feuerwehrmitglieder gern dazu die Bevölkerung eingeladen. Das alles ist derzeit nicht möglich, so die Verantwortlichen.

Den ersten Einsatz hatte das neue Fahrzeug bereits Mitte Juli auf dem Recycling-Hof im Gewerbegebiet, es sind inzwischen mehr als zehn Einsätze dazu gekommen.

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