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Feuerwehren und DRK üben kreisübergreifend im Heilpädagogischen Heim Dr. Kruse in Stellichte

Nach 40 Minuten sind alle Personen “gerettet”

Am Übungsabend zeigt die Heimleitung noch einmal für alle die Besonderheiten der Rettungs-Matratze. Foto: Feuerwehr
Am Übungsabend zeigt die Heimleitung noch einmal für alle die Besonderheiten der Rettungs-Matratze. Foto: Feuerwehr
STELLICHTE - 30. August 2019 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

Größer angelegte Übungen müssen nicht immer nur auf die eigenen Ortswehren bezogen sein. So lud die Ortsfeuerwehr Stellichte die Kameraden aus Jeddingen zu einer Räumungsübung beim Heilpädagogischen Heim Dr. Kruse ein. Neben den Jeddinger und Stellichter Kräften wurden auch die Ortsfeuerwehren Idsingen-Sieverdingen, Hamwiede und Walsrode sowie das DRK zur Übung in Stellichte geladen.

Das Heim für Menschen mit Behinderung stellt im Alarmfall ein besonderes Objekt dar, da die Bewohner nicht immer einfach aus dem Gebäude gerettet werden können. An diesem Übungsabend ging man von einem Brandfall im Erdgeschoss aus. Atemschutzgerätetrupps wurden eingesetzt, um das verrauchte Gebäude zu betreten und die hilfsbedürftigen Menschen ins Freie zu retten. Dies stellte sich jedoch schwieriger dar als zuvor vermutet. Zwar wurden die Bewohner von Menschen ohne Behinderung gespielt, jedoch erhielten sie von der Übungsleitung zuvor genaue Regieanweisungen, wie sie sich zu verhalten haben. So waren einige “Bewohner” im Bett, teilweise mit besonderer Fixierung, gelagert. Es galt, die Technik der besonderen Betten kennenzulernen und die Besonderheiten der Fixierungen zu erproben. Doch nicht nur die Technik musste überwunden werden. Auch nicht gehfähige Bewohner mussten ins Freie gebracht werden. So wurde beispielsweise ein Bewohner mittels seiner Rettungs-Matratze durchs Treppenhaus zur Patientenversorgung gezogen. Insgesamt 18 Bewohner und zwei Betreuer galt es an dem Übungsabend zu retten. Dabei unterstütze auch die Walsroder Drehleiter, die eingesetzt wurde, um Statisten von einem Balkon zu retten. Nach gut 40 Minuten hörte man über Funk: “Alle Personen gerettet”. Dies war das Stichwort für die Übungsleitung, die Übung zu beenden.

Nach einer kurzen Nachbesprechung zeigte die Heimleitung noch einmal für alle die Besonderheiten der Rettungs-Matratze. Ebenso wurden noch offene Fragen der rund 50 anwesenden Feuerwehrleute beantwortet. Aber auch die Heimleitung nahm Hinweise der Kameraden dankenswerterweise auf. Zum Beispiel wurde sich gewünscht, dass die Betreuer besonders gekennzeichnet sind, damit im Einsatzfall ein Bewohner direkt mithilfe seines Betreuers besser gerettet werden kann.

In den nächsten Monaten sollen noch weitere, kleinere, Übungen stattfinden, damit die Kameraden der einzelnen Ortsfeuerwehren noch weitere Einblicke in die Besonderheiten des Heilpädagogischen Heimes Dr. Kruse erhalten.

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