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Munition spielte bei Unglück eine Rolle

Nach Explosion: Ermittlung wegen fahrlässiger Tötung

Foto: Meyland
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ESSEL - 16. Juli 2020 - 11:24 UHR - VON REDAKTION

Nach einer Explosion in Essel, bei der ein Mann tödlich und ein weiterer schwer verletzt worden war, hat der Zentrale Kriminaldienst der Polizeiinspektion Heidekreis die Ermittlungen aufgenommen. Am Mittwoch gegen 13 Uhr war es in einem Unternehmen für Abfall- und Rohstoffrecycling im Gewerbegebiet Am Varrenbruch zu der Explosion gekommen.

Bisherige Ermittlungen ergaben, dass beide Männer mit dem Zerlegen von entschärfter Munition beschäftigt waren und dazu einen Schweißbrenner einsetzten. Laut Polizei explodierte dabei eine Übungsgranate aus bislang ungeklärter Ursache und verletzte einen 40-jährigen Mann aus Ganderkesee tödlich. Sein 42-jähriger Arbeitskollege aus Wildeshausen erlitt schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen. Er kam mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus.

Die Polizei sperrte den Unglücksort weiträumig ab und führte über mehrere Stunden hinweg Untersuchungen durch. Delaborierer des Landeskriminalamts waren vor Ort, um die Sicherheit für die Einsatzkräfte herzustellen. Auch Feuerwerker der Bundeswehr trafen am Einsatzort ein.

Das zertifizierte Unternehmen an der Straße Am Varrenbruch betreibt neben anderen Sparten auch einen Schrott- und Metallgroßhandel. In dem Zusammenhang bestehe ein vertraglich geregeltes Abkommen mit der Bundeswehr zur Entsorgung von entschärften Munitionsresten, teilte die Polizei mit. Der Zentrale Kriminaldienst der Polizeiinspektion Heidekreis ermittelt nun wegen fahrlässiger Tötung.

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