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Kampagne “Kein Plastik in die Biotonne”: WZ und AHK spendieren Papiertüten für den Vorsortier-Eimer in der Küche

Nächster Umwelt-Schritt: 750 Gratistüten

Aktion: Kristin Müller, Praktikantin in der WZ-Redaktion, präsentiert einen Teil der 750 Papiertüten für Biomüll, die sich Leserinnen und Leser der Walsroder Zeitung abholen können - zum Nulltarif. Pro Person werden maximal fünf Tüten abgegeben.Foto: Eickholt
Aktion: Kristin Müller, Praktikantin in der WZ-Redaktion, präsentiert einen Teil der 750 Papiertüten für Biomüll, die sich Leserinnen und Leser der Walsroder Zeitung abholen können - zum Nulltarif. Pro Person werden maximal fünf Tüten abgegeben.Foto: Eickholt
WALSRODE - 06. Dezember 2019 - 12:22 UHR - VON MANFRED EICKHOLT

Ob die Demonstrationen “Fridays for Future” oder von der Politik geschnürte Klimapakete: Der Blick auf die Zukunft des Erdballs macht nur Sinn, wenn jedermann ganz konkrete Schritte in die richtige Richtung geht. Einer davon: Plastik im Biomüll vermeiden. Das Unternehmen Abfallwirtschaft Heidekreis (AHK) hat sich der überregionalen Kam-pagne “wirfuerbio” angeschlossen, die genau das erreichen will (WZ berichtete). Als Anreiz und Appell an alle, in sogenannten Vorsortier-Eimern in der heimischen Küche keine Plastiktüten mehr zu verwenden, dient diese Aktion: WZ und AHK spendieren 750 Papiertüten zum Vorsortieren - gratis. Die Tüten (maximale Abgabemenge pro Person fünf Stück) können sich umweltbewusste Leserinnen und Leser ab sofort bei der WZ während der Öffnungszeiten abholen - solange der Vorrat reicht.

“Wir wollen kein Plastik mehr in der Biotonne”, betont Abfall- und Kundenberater Thomas Heinecke von der Abfallwirtschaft Heidekreis. Auch Tüten aus “kompostierbarem Plastik” sollten nicht benutzt werden, ergänzt der Experte. “Bitte verwenden Sie ausschließlich Papiertüten, Zeitungspapier oder entsorgen Sie den Biomüll lose ohne Tüte”, appelliert Heinecke an alle Verbraucher.

Der Hintergrund zur Erinnerung: Plastiktüten brauchen Jahrzehnte, um sich zu zersetzen. Sie werden nicht biologisch abgebaut, sondern belasten in Form von Mikroplastik die Nahrungskette, das Grundwasser und die Weltmeere. Das gelte auch für “kompostierbare Plastiktüten”. Die korrekte Getrenntsammlung von Bioabfällen und der Einsatz von Kompost nennt Heinecke zudem als wesentlichen Faktor, wenn es um die Reduktion des CO2-Ausstoßes geht - so wird der Bezug zur Klimawandel-Thematik deutlich.

Im Heidekreis werden rund 11.000 Tonnen Bioabfälle pro Jahr (ohne Grünabfälle) gesammelt. Etwa 26.000 Biotonnen (Leerung das ganze Jahr über) und rund 4000 Gartentonnen (Leerung 1. April bis 30. November) befinden sich im Umlauf. Die Gartentonnen werden in den acht Monaten zusammen mit den Biotonnen “gekippt”. Geleert wird alle 14 Tage.

Der gesammelte Bioabfall wird in den Kompostanlagen Bomlitz Alvern bei Munster in natürlichen Dünger umgewandelt. Kompost wird vor allem von Kleingärtnern und Gartenbaubetrieben abgenommen. Verkauft wird das Material auf der Kompostanlage (lose, nicht abgesackt), erläutert Berater Thomas Heinecke.

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