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Online-Diskussion des Verein Klimaschutz Heidekreis / Experte aus Österreich

Neue Missionen für Gärten

Nahrung für Insekten: Geeignete Sträucher wie Weißdorn kommen besondere Bedeutung zu, denn sie gewähren über 100 Insektenarten Futter und Unterschlupf. Foto: Didgeman-Pixabay
Nahrung für Insekten: Geeignete Sträucher wie Weißdorn kommen besondere Bedeutung zu, denn sie gewähren über 100 Insektenarten Futter und Unterschlupf. Foto: Didgeman-Pixabay
WALSRODE - 29. April 2021 - 22:00 UHR - VON REDAKTION

Die Herausforderungen des Klima- und Insektenschutzes könnten auf ein neues Gartenzeitalter hindeuten. Das ist ein Fazit einer Internet-Videokonferenz, die der Verein Klimaschutz Heidekreis organisiert hat. In einer Diskussion von über 60 Gartenfreunden aus dem Heidekreis mit Wolfgang Palme, Abteilungsleiter an der österreichischen Forschungsanstalt für Gartenbau in Wien, und dem Vereinsvorsitzenden Wilfried Stegmann wurden neue Aspekte für die Gartengestaltung besprochen.

Um Klimaschutzziele im Garten umzusetzen, kommen Maßnahmen in Betracht, die dafür sorgen, dass Kohlenstoff gebunden wird. Zum einen funktioniert das durch das Anpflanzen von Gehölzen, zum anderen durch Humusaufbau im Boden. Beim Anbau von Gehölzen liefern Obst- und Nussbäume, Linden, Buchen, Eichen und viele andere Laubbäume, sowie ganz heidetypisch: Wacholder, durch ihre Blüten gleichzeitig eine Menge Nahrung für Insekten. Bei der Wahl geeigneter Sträucher kommen hiesigen Arten wie Salweide, Weißdorn und Schlehe besondere Bedeutung zu, denn sie gewähren über 100 Insektenarten Futter und Unterschlupf.

Wer sich mit Gemüsebau befasst, sollte sich in diesem Teil des Gartens mit Humusaufbau und dem Halten des Humusgehaltes auf gutem Niveau beschäftigen. Durch Bodenproben sollte die Nährstoffversorgung regelmäßig überprüft werden, um Unter- oder Überversorgungen mit Pflanzennährstoffen zu vermeiden.

Wolfgang Palme machte sich in der Diskussion für den ganzjährigen Anbau von Gemüse stark, also auch im Winter. Zwar sind die Erträge nicht so hoch, wie im Sommer, aber wer im September beginnt, Möhren, Endiviensalat und Radieschen anzubauen, hat gute Chancen, zu Weihnachten eigenes frisches Gemüse zu ernten. Auch zahlreiche Salat- und Kohlarten eignen sich hervorragend für den Winteranbau. Um für die Insekten etwas zu tun, können im Mai und Juni Blühwiesen angelegt werden. Dazu wird von Rasenflächen die Grasnarbe abgetragen. Naturnahe Gärten weisen eine hohe Biodiversität auf. Unter der Internetadresse www.naturgarten.org sind Bezugsadressen und Anregungen für einen naturnahen Gartenbau zu finden.

Am 27. Mai um 19 Uhr veranstaltet der Verein Klimaschutz eine Zoom-Veranstaltung über energetischen Gebäudesanierungen und deren Fördermöglichkeiten.

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