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Unternehmen starten gemeinsam Versuche zum Separieren von anfallenden Gärresten der Biogasanlage

Nährstoffe gezielt gewinnen

Der Einfluss der Siebgröße auf die Abscheidegrade der Nährstofffrachten wird erfasst: Harald Meyer beim Siebwechsel des Separators. Foto: 3N e.V.
Der Einfluss der Siebgröße auf die Abscheidegrade der Nährstofffrachten wird erfasst: Harald Meyer beim Siebwechsel des Separators. Foto: 3N e.V.
WALSRODE - 29. März 2021 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

“Wie können wir Nährstoffe aus organischen Wirtschaftsdüngern gezielter gewinnen und damit auch gezielter nutzen?” An dieser Frage arbeiten derzeit die Agrarenergie Obernhausen GmbH & Co. KG aus Bad Fallingbostel gemeinsam mit dem Maschinenhersteller Erich Stallkamp ESTA GmbH aus Dinklage und dem 3N-Kompetenzzentrum im Heidekreis als Projektkoordinator. Seit November 2020 werden umfangreiche Separationsversuche mit dem anfallenden Gärrest der Biogasanlage durchgeführt. Ziel der Untersuchungen ist die Optimierung der Nährstoffströme und die Erfassung der Abscheidegrade von Stickstoff und Phosphor im rohen und separierten Gärrest.

“Im Projekt arbeiten wir mit den Separatoren PSS 2.2-400 und PSS 5.5-550. Durch verschiedene Siebgrößen und Anpressdrücke in der Verarbeitungskette führen wir eine Grob- und Feinseparation mit dem Gärrest durch”, so Projektleiter Bernhard Glins von der Erich Stallkamp ESTA GmbH. “Uns geht es dabei um eine praxisrelevante Datengewinnung und da-rum, die Potentiale durch eine angeschlossene Feinseparation innerhalb der Verarbeitungskette des Gärrestes auszuloten. Die Versuche werden mit und ohne Einsatz von Zuckerrüben durchgeführt.”

Siebe mit unterschiedlichen Siebgrößen werden jeweils für einen bestimmten Versuchszeitraum in den Separatoren verbaut, um den Einfluss der Siebgröße auf die Abscheidegrade der Nährstofffrachten zu erfassen. Außerdem wird beim Separationsprozess zu jedem Siebeinsatz der Einfluss verschiedener Drucke untersucht. Zusätzlich soll die Auswirkung einer nachgeschalteten Feinseparation (Siebgröße: 0,1 Millimeter) betrachtet werden. Dazu werden der rohe Gärrest und die separierten Phasen kontinuierlich beprobt und analysiert.

“Wir erwarten von den Versuchen die Verfügbarkeit der Nährstoffe im separierten Gärrest zu verbessern und eine transportwürdige feste Phase des Gärrestes zu generieren”, zeigt sich Landwirt und Mitbetreiber der Biogasanlage Harald Meyer von der Agrarenergie Obernhausen GmbH & Co. KG überzeugt.

Unterstützt werden diese Untersuchungen im Rahmen des interregionalen EU-Projektes “BIOCAS”, in dem nachhaltige Verfahrensentwicklungen und deren Umsetzung begleitet werden. Weitere Informationen gibt es per Mail an heidekreis@3-n.info.

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