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Städte- und Gemeindebund tagt in Wietzendorf zu Bürgerbeteiligung, Digitalisierung und Fachkräftemangel

Öffentlicher Dienst will attraktiver werden

Wichtige Themen auf der Tagesordnung: Der Personal- und Organisationsausschuss im Städte- und Gemeindebund. Foto: Bullerdiek
Wichtige Themen auf der Tagesordnung: Der Personal- und Organisationsausschuss im Städte- und Gemeindebund. Foto: Bullerdiek
WIETZENDORF - 20. September 2019 - 22:00 UHR - VON REDAKTION

“In unseren Kindergärten fehlen Erzieherinnen und Erzieher, aber auch in den Schwimmbädern, auf den Bauhöfen und in den Verwaltungen gerät der öffentliche Dienst zunehmend unter Druck und findet immer weniger Bewerberinnen und Bewerber”, erklärte die Vorsitzende des Personal- und Organisationsausschusses im Städte- und Gemeindebund, Petra Lausch, anlässlich der jüngsten Ausschusssitzung in Wietzendorf. “Dabei haben wir interessante Arbeitsplätze zu bieten”, fügte Lausch hinzu, die auch Bürgermeisterin der Gemeinde Edewecht im Landkreis Ammerland ist. “Aber wir müssen nicht nur am Image, sondern auch an besseren Rahmenbedingungen für die Arbeit im öffentlichen Dienst arbeiten”, sagte sie. Dazu gehörten neben wettbewerbsfähigen Gehältern auch Möglichkeiten für die Arbeit von Zuhause aus sowie flexible Arbeitszeitmodelle.

Wietzendorfs Bürgermeister Uwe Wrieden, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses, wies darauf hin, dass es gerade im ländlichen Raum noch erheblichen Nachholbedarf bei der Digitalisierung gebe. “Wir dürfen nicht mehr über Breitband reden, sondern es muss endlich überall vorhanden sein. Das Land darf hier ruhig noch mehr tun und insbesondere die Antragsverfahren für Fördergelder drastisch beschleunigen”, so Wrieden. Zu der Sitzung waren auf Einladung von Bürgermeister Wrieden die Verwaltungschefs sowie Ratsmitglieder aus allen Landesteilen zusammengekommen. Im Rahmen des Treffens informierten sich die Ausschussmitglieder auch über neue Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung. Stephan Landau, Ressortleiter Städtebau und Regionalentwicklung bei der Firma Sweco GmbH, stellte dazu Spiele vor, mit denen komplexe Sachverhalte dargestellt und von Bürgerinnen und Bürgern beurteilt werden könnten.

“Gerade bei der Planung von Großprojekten, aber auch in kleinen Städten und Gemeinden gibt es Ansätze, die wir weiterverfolgen sollten”, sagte der Sprecher des Städte- und Gemeindebundes, Thorsten Bullerdiek. Dafür gebe es im Rahmen des Zukunftsprojektes Gemeinde 5.0 im Städte- und Gemeindebund sehr gute Möglichkeiten.

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