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Heidekreis gehört 2021 zu den Landkreisen mit dem höchsten Anteil in Niedersachsen.

Ökolandbau nimmt an Fläche zu

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WALSRODE - 20. Juli 2021 - 11:00 UHR - VON REDAKTION

Lüchow-Dannenberg, der Heidekreis und Lüneburg sind 2021 die niedersächsischen Landkreise mit dem höchsten Anteil an Ökolandbau. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg kommt auf 19,1 Prozent Öko-Fläche und hat gegenüber 2020 um gut 1070 Hektar oder 2,4 Prozentpunkte zugenommen. Der Heidekreis hat 13,4 Prozent und der Landkreis Lüneburg 13,2 Prozent Öko-Flächenanteil. Beide Landkreise legten gegenüber 2020 etwa einen Prozentpunkt zu.

“Wo es viel Ökolandbau gibt, wie im Wendland, gibt es auch viele Bio-Lebensmittelhersteller”, sagt Carolin Grieshop, Geschäftsführerin des “Kompetenznetzwerk Ökolandbau Niedersachsen” (i-Kön) in Visselhövede. “Wenn die Verbrauchernachfrage nach Öko-Produkten steigt, suchen die Lebensmittelhersteller mehr Öko-Waren, zum Beispiel regionales Backgetreide, und dann stellen Landwirte auch auf Ökolandbau um.” Die Nachfrage entscheide über die Umstellungsbereitschaft der landwirtschaftlichen Betriebe.

Eier, Äpfel und Kartoffeln

2020 war ein außergewöhnlich starkes Bio-Jahr. Konsumentinnen und Konsumenten in Deutschland gaben laut Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft 22 Prozent mehr Geld für Bio-Lebensmittel aus. Davon profitierte auch der niedersächsische Ökolandbau, der besonders erfolgreich bei Eiern, Äpfeln und Kartoffeln ist. Fast jedes zweite in Deutschland gelegte Bio-Ei stammt aus Niedersachsen, und jeder vierte Bio-Apfel sowie jede vierte Bio-Kartoffel.

Seit vielen Jahren schon entwickelt sich der Ökolandbau im Nordosten Niedersachsens besser als im Westen. Das habe zum einen historische Gründe wie etwa im Wendland, erklärt Carolin Grieshop. Zum anderen sei es die Tierhaltung im Westen, die es umstellungsinteressierten Betrieben schwer mache. Für den Umbau des Stalls zum Öko-Stall oder einen Stallneubau brauchen sie Baugenehmigungen, und die seien in vielen Landkreisen derzeit nicht zu bekommen.

Außerdem ist im Ökolandbau die Tierhaltung an die Flächen gebunden. Betriebe, die nicht ausreichend Fläche haben, können nur umstellen, wenn sie ihren Tierbestand verkleinern. An diese Vorstellung müssten sich einige Betriebe erst gewöhnen, so Grieshop. Für die kommenden Jahre sieht Carolin Grieshop jedoch kontinuierliches Wachstum des Ökolandbaus auch im Westen Niedersachsens.

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