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Bedeutende Sammlung jetzt ins Walsroder Stadtarchiv übernommen / Wolfgang Kratzsch hat Belege ab dem 17. Jahrhundert zusammengetragen

Postgeschichte aus fünf Umzugskartons

Minutiös zusammengetragen: Wolfgang Kratzsch (rechts) zeigt Stadtarchivar Thorsten Neubert-Preine seine Sammlung.red (2)
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Minutiös zusammengetragen: Wolfgang Kratzsch (rechts) zeigt Stadtarchivar Thorsten Neubert-Preine seine Sammlung.red (2)
WALSRODE - 07. Juli 2019 - 11:00 UHR - VON REDAKTION

Das Stadtarchiv Walsrode kann sich über eine neue, historisch bedeutsame Sammlung freuen. Stadtarchivar Thorsten Neubert-Preine nahm dafür fünf Umzugskartons mit 18 Aktenordnern, diversen Alben und einigen kleinen Kartons mit zahllosen Belegen zur Postgeschichte des sogenannten Leitbereichs 303 Walsrode entgegen. Als Leitbereich bezeichnete die Deutsche Bundespost das Gebiet aller Gemeinden, deren Postleitzahlen in den drei ersten Stellen übereinstimmten. So entstand nach der Einführung der vierstelligen Postleitzahl 1961 aus den Städten Fallingbostel und Walsrode, den Samtgemeinden Ahlden und Schwarmstedt , den Gemeinden Böhme und Bomlitz und dem Gemeindefreien Bezirk Osterheide sowie zahlreichen Gemeinden, die in die vorgenannten Großgemeinden eingegliedert wurden, der Leitbereich 303 Walsrode.

In Jahrzehnten hat Wolfgang Kratzsch, Postamtsrat a. D., die eindrucksvolle Sammlung zusammengetragen. Detailfreudig dokumentierte er, wie sich die Postbeförderung, die Postanstalten, die Stempelung und die Frankatur in der hiesigen Region entwickelt haben. Dazu wurde nahezu jeder Ort im ehemaligen Landkreis Fallingbostel entsprechend gewürdigt, auch die mittlerweile verschwundenen Ortschaften auf dem Gebiet des Truppenübungsplatzes.

Wolfgang Kratzsch erhielt im Jahre 1964 eine leitende Stelle beim Postamt Walsrode. Dort war er auch maßgeblich mit dem Neubau des Postgebäudes in der Poststraße befasst. 20 Jahre lang war die Heidestadt sein beruflicher und familiärer Mittelpunkt. In dieser Zeit sollten eigentlich alle Postämter eine postgeschichtliche Sammlung ihres Postbezirks anlegen, was nicht selten nur in Ansätzen umgesetzt wurde. Schon vor seiner Postdienstzeit war Wolfgang Kratzsch begeisterter Briefmarkensammler, und so kann es nicht erstaunen, dass er sich dann in Walsrode in besonderer Weise der Postgeschichte in seinem Zuständigkeitsbereich widmete. Er war Mitglied im Walsroder Verein Briefmarkenfreunde Böhmetal. Minutiös trug er Belege ab dem 17. Jahrhundert zusammen, die die Entwicklung des Postwesens im ehemaligen Landkreis Fallingbostel eindrucksvoll darlegen. Diese Sammlung dürfte sicher für viele Heimatfreunde intressant sein.

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