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Die Viehvermarktungsgemeinschaft Aller-Weser-Hunte eG blickt auf das Geschäftsjahr zurück.

Preiseinbruch auf dem Fleischmarkt

Generalversammlung mit Wahlen und Blick auf die Zahlen des Vieh- und Fleischmarktes. Foto: Viehvermarktung Aller-Weser-Hunte
Generalversammlung mit Wahlen und Blick auf die Zahlen des Vieh- und Fleischmarktes. Foto: Viehvermarktung Aller-Weser-Hunte
WALSRODE - 04. September 2021 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

Aufgrund der nach wie vor angespannten Coronalage haben die Gremien der Viehvermarktungsgemeinschaft Aller-Weser-Hunte eG entschieden, die erste gemeinsame Generalversammlung nicht als Präsenzveranstaltung zu organisieren, sondern diese im schriftlichen Umlaufverfahren statfinden zu lassen. Den Geschäfts- und Prüfungsbericht sowie die Beschlussfassungsunterlagen wurden den 1154 Mitgliedern in einem Online-Mitgliederportal zur Verfügung gestellt.

Aus dem Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2020 gehen folgende Daten hervor: Es wurden 2020 insgesamt 1.993.499 Stück Schlacht- und Nutzvieh zu einem wertmäßigen Umsatz von 249.324.000 Euro vermarktet. Der Jahresüberschuss beträgt zum 31. Dezember 2020 168.891,92 Euro und soll mit 85.000 Euro für die gesetzlichen Rücklagen und mit 83.891.92 Euro für die anderen Rücklagen verwendet werden.

Nach der erfolgreichen Fusion der Viehvermarktung Weser-Hunte und der Viehvermarktung Walsrode-Visselhövede (rückwirkend zum 1. Januar 2020) zeigten sich Vorstand, Aufsichtsrat und Geschäftsführung sehr zufrieden mit dem ersten gemeinsamen Geschäftsjahr. Die junge Viehvermarktungsgemeinschaft habe in der kurzen Zeit ihrer Geschäftstätigkeit schon einige außergewöhnliche Problemstellungen meistern müssen. Bereits im März des ersten Geschäftsjahres kam es aufgrund der Pandemie zu einem Preiseinbruch auf den Vieh- und Fleischmärkten. Im September desselben Jahres wurde das erste von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierte Wildschwein in Deutschland gefunden. Drittländer - vor allem China- stoppten ihre umfangreichen Schweinefleisch-Importe aus Deutschland. Im Herbst und im Winter kam der Schlachtschweinemarkt aufgrund der Afrikanischen Schweinepest fast vollständig zum Erliegen. Parallel dazu kam es durch die Pandemie zu Schließungen von Schlachthöfen. Bei fehlenden Verarbeitungskapazitäten baute sich in deutschen Ställen ein dramatischer Stau an Ferkeln und Mastschweinen auf, der Vermarkter, Schlachthöfe sowie Erzeuger vor bislang noch ungeahnte logistische Aufgaben gestellt habe. Dies machte sich schließlich auch bei den Stückzahlen bemerkbar.

In 2020 wurden 1.057.195 Stück (-44.262) Schlachtvieh und 936.304 Stück (-54.092) Nutzvieh vermarktet. Auch für 2021 werden bei den Umsätzen im zunehmend kritischen Vermarktungsumfeld keine Überraschungen erwartet.

Bis zum Einsendeschluss sind 210 gültige Stimmzettel für die Wahlen zum Vorstand und zum Aufsichtsrat eingegangen. Bei den Wahlen wurden alle zur Wahl stehenden Kandidaten für drei weitere Jahre im Amt bestätigt.

Dazu gehören für den Vorstand Christian Guddas und für den Aufsichtsrat Hinrich Schlamann, Hans-Henning Mohrmann und Henning Hüneke. Mit Anneke Kreißig und Jan-Hinrich Karkheck wurden zwei neue Mitglieder in den Vorstand gewählt und lösten somit Hans-Henning Knacke und Heinrich Gödeker ab, die zusammen mit Jürgen Seidel aus dem Aufsichtsrat nicht zur Wiederwahl zur Verfügung standen.

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