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Fortbildungsangebot für gewerbliche Gespannwagenfahrer / Nächster Termin am 4. August

Qualifizierter Heide-Kutscher werden

Spannend: Die Teilnehmer an der Fortbildung lernen viel über Heide-Charakteristisches, von der landschaftlichen Entstehung über die Historie bis hin zur regionalen Küche.Mareile Kleemann
Spannend: Die Teilnehmer an der Fortbildung lernen viel über Heide-Charakteristisches, von der landschaftlichen Entstehung über die Historie bis hin zur regionalen Küche.Mareile Kleemann
WALSRODE - 15. Juli 2019 - 20:00 UHR - VON REDAKTION

Ohne Kutschen ist die Lüneburger Heide ebenso wenig vorstellbar wie ohne Schnucken oder blühende Erika. Damit das Erlebnis für den Gast auf der Kutsche sozusagen perfekt wird, bilden sich die gewerblichen Gespannwagenfahrer zum “Qualifizierten Heide-Kutscher” fort und informieren sich über aktuelle Naturschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen, Landwirtschaft, Tourismus und vieles mehr. Die nächste Fortbildung findet am 4. August von 9 bis 17 Uhr bei Kutschen-Meyer in Schneverdingen, Finteler Straße 8, statt. Eine Anmeldung ist bis zum 31. Juli möglich, (05193) 6491, E-Mail: info@kutschenmeyer.de.

Unter der Leitung des Diplom-Biologen Jan Brockmann geht es am 4. August um die Entstehung der Lüneburger Heide, um die Heidebauernwirtschaft, Charakterarten der Heide und Landschaftspflege, um Heidedörfer und Naturschutzgeschichte. Auch Informationen zu regionaler Küche sind Thema. Die Fortbildungen sind ein Ergebnis des Projekts Dialog Kutsche des Naturparks Lüneburger Heide, in dem seit 2017 Akteure aus den Kommunen, von Kutschbetrieben, Grundeigentümer, Landkreisvertreter der Unteren Naturschutzbehörden, der Verkehrsbehörden sowie der Wirtschaftsförderung und Touristiker sich über die Entwicklung und weitere Qualifizierung des Kutschangebotes in der Naturparkregion abstimmen, erklärt Naturparkgeschäftsführerin Hilke Feddersen zusammenfassend.

Komplett unabhängig vom EU-geförderten Dialogprozess in der Naturparkregion wurde im Land Niedersachsen die Diskussion um den Kutschen-Erlass geführt. Der Niedersächsische Kutscherlass wurde am 11. Juni 2017 durch das Landwirtschaftsministerium Tierschutz neu verfasst. So wurde durch die Landesregierung beschlossen, dass der Besitz eines Kutschenführerscheins A für jeden Gespannwagenfahrer in Niedersachsen seit Juni 2017 Pflicht ist. Für die gewerblichen Gespannwagenfahrer ist voraussichtlich ab dem Frühjahr 2020 zusätzlich der Kutschenführerschein B vorgeschrieben (Informationen unter www.pferd-aktuell.de/kutschenfuehrerschein).

“Uns ist wichtig, dass es zwischen unserem Projekt Dialog Kutsche und dem Erlass, das heißt den rechtlichen Vorgaben des Landes, keine Verwechslungen gibt”, betont Feddersen. “Im Dialog Kutsche geht es um den Austausch und Abstimmungen der Akteure vor Ort, um die nachhaltige Entwicklung in der Lüneburger Heide zu fördern. Die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben, Lizenzen, Genehmigungen etc. liegt komplett in der Verantwortung der Unternehmen und der Behörden.”

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