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Sarah Langmaack berichtet dem Landfrauenverein Fallingbostel-Dorfmark von ihrer ungewöhnlichen Reise

Quer durch Skandinavien - zu Fuß

Von Lappland zurück nach Norddeutschland: Sarah Langmaack war vier Monate mit Hund und Pferd unterwegs.Foto: Landfrauenverein
Von Lappland zurück nach Norddeutschland: Sarah Langmaack war vier Monate mit Hund und Pferd unterwegs.Foto: Landfrauenverein
BAD FALLINGBOSTEL - 28. Februar 2020 - 14:00 UHR - VON REDAKTION

Erst ging es nur um einen Urlaub, daraus wurde dann ein Praktikum und nach Kündigung ihrer Arbeitsstelle als Schifffahrtskauffrau sind es drei Jahre als Doghandlerin im finnischen Lappland geworden. Referentin Sarah Langmaack, die beim Landfrauenverein Fallingbostel-Dorfmark zu Gast war, erzählte, wie sie im Internet recherchierte und Berichte über das Leben auf einer Husky-Farm fand. Sie wusste damals sofort: “Das ist genau mein Ding.” Sie bewarb sich beim Äkäskero Nature Resort und bekam den Job. Im September 2014 war es dann soweit, dann ging es mit ihrem Haflingerwallach “Santano” 2200 Kilometer in eine ungewisse Zukunft. “Ich musste einfach etwas anderes machen und raus aus dem Trott”, sagt Langmaack im Nachhinein.

Dort im Camp leben etwa 500 Hunde und einige Pferde, mit denen die Touristen Ausflüge und Mehrtagestouren unternehmen. In den dunklen Polarnächten kann die Temperatur bis minus 40 Grad sinken, andererseits sind die Sommer sehr warm und die Nächte sehr hell. Die Arbeit mit den Hunden habe ihr sehr viel Freude bereitet, aber nach knapp drei Jahren war es an der Zeit, wieder in die Wilstermarsch zurückzukehren. Mit der Zeit habe sich die Idee festgesetzt, zu Fuß nach Hause zu gehen. “Mein Pferd ,Santano‘ musste lernen, mich als Packpferd zu begleiten, und der Hund musste lernen, lange Strecken auf festem Untergrund zu laufen, das haben wir ausgiebig geübt.”

Am 23. Juni 2017 begann “Hufmarsch - unser längster Heimweg”, den ein gleichnamiger Facebookeintrag begleitete. “Ich habe nicht viel geplant, sondern beschlossen, den Moment zu leben und bin los, habe abends an Türen geklopft und um Wasser und einen Schlafplatz gefragt.” In den Sommermonaten habe sie oft wild gecampt, das ist in Skandinavien erlaubt, und die Seen und Flüsse hielten Wasser für die drei Reisenden bereit. Es lief nicht immer alles glatt, ein anderes Pferd biss “Santano” in den Rücken, sodass er den schweren Sattel nicht mehr tragen konnte, Husky “Qaanaag” litt unter einem Insektenstich und konnte nicht trinken und fressen. Langmaack hatte kurzfristig Knieprobleme. “Da konnte ich dann einige Leute anrufen, die uns geholfen haben”, erzählt sie.

Beim Übertritt über die Grenze von Finnland nach Schweden sei ein Attest erforderlich gewesen, das die Gesundheit der Tiere garantierte. Besonders beeindruckt war sie von der Gastfreundschaft der Schweden und Dänen, mal wurde ein Kaffee serviert, mal wurde auch ein Schlafplatz im Bauwagen, Stall oder Ferienhaus zur Verfügung gestellt. Für die Überfahrt von Schweden nach Dänemark mit der Fähre hätten die Grenzkontrolleure auf einen Anhänger bestanden, durch die sozialen Medien war auch der schnell organisiert. Glücklich ist Langmaack nach vier Monaten wieder in Wewelsfleth angekommen.

Auf Nachfragen der Landfrauen berichtete sie noch, dass sie jetzt wieder ganz normal arbeiten würde, aber sie hätte sich vorgenommen, noch einmal so einen Fußmarsch zu unternehmen.

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