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Studierende aus Hannover helfen beim Entkusseln in der Lüneburger Heide mit

Raus aus dem Hörsaal - rein in die Natur

Wichtig für die Heide: Aufkommender Baum- und Gehölzbewuchs muss rechtzeitig entfernt werden - das lernten jetzt auch angehende Landschaftsarchitekten und Umweltplaner bei ihrem Einsatz in Schneverdingen.Naturschutzakademie
Wichtig für die Heide: Aufkommender Baum- und Gehölzbewuchs muss rechtzeitig entfernt werden - das lernten jetzt auch angehende Landschaftsarchitekten und Umweltplaner bei ihrem Einsatz in Schneverdingen.Naturschutzakademie
SCHNEVERDINGEN - 21. März 2019 - 09:00 UHR - VON REDAKTION

“Das macht ja richtig Spaß! Es ist wie Arbeit im eigenen Garten.” Patricia und Malte, Studierende der Umweltplanung an der Leibniz Universität Hannover, sind sich einig. Gemeinsam mit ihrer Dozentin, Dr. Roswitha Kirsch-Stracke, war eine 15-köpfige Exkursionsgruppe in die Lüneburger Heide gereist, um Naturschutz einen Tag lang ganz praxisnah zu erleben in Kooperation mit Verein Naturschutzpark (VNP) und Naturschutzakademie.

Die Gruppe aus angehenden Landschaftsarchitekten und Umweltplanern trat mit Heckenscheren und Spaten auf einer 1,3 Hektar großen Fläche nahe des Schäfer-Hofs zum Einsatz an. Angeleitet von Dirk Mertens vom Verein Naturschutzpark und fachlich unterstützt von Dr. Eick von Ruschkowski, dem Direktor der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz, ging es ans Entkusseln.

Als Entkusseln wird in der Landschaftspflege die Beseitigung von aufkommendem Baum- und Gehölzbewuchs auf Heideflächen bezeichnet - ein wichtiger Aspekt, um das einzigartige Kultur- und Landschaftsbild der Heide in ihrem Zustand zu erhalten. Nach einer kurzen Einweisung entfernten die Studierenden auf der gesamten Fläche unerwünschte Pflanzen wie Birken- oder Kiefertriebe. Anschließend wurde das Material gestapelt und zur Weiterverwendung bereitgelegt: Das nährstoffreiche Material kann als Düngemittel genutzt oder in den Spitzen von Hausdächern eingesetzt werden.

Die Exkursion stand bewusst unter dem Motto “Raus aus dem Hörsaal und rein in die Heide”. Für Dr. Eick von Ruschkowski steht fest: “Es ist heute wichtiger denn je, dass die jungen Leute - aus der Theorie kommend - schnell einen Bezug zur Praxis herstellen können.” Neben wissenschaftlicher Arbeit und Forschung ließen die meisten Lehrpläne heute zu wenig Zeit für den direkten Kontakt zur Natur.

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