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Ehrenamtliche aus dem Heidekreis nehmen Kriegsgräberpflege auf Osterholzer Friedhof vor

Reservisten leisten Nachbarschaftshilfe

Im Einsatz bei der Kriegsgräberpflege auf dem Osterholzer Friedhof: Johannes Schwarz, Margarete Michaelis, Alfred Michaelis und Wilfried Langenhop (von links). red
Im Einsatz bei der Kriegsgräberpflege auf dem Osterholzer Friedhof: Johannes Schwarz, Margarete Michaelis, Alfred Michaelis und Wilfried Langenhop (von links). red
DORFMARK - 16. Oktober 2018 - 20:00 UHR - VON MäRIT HEUER

Die Landesgeschäftsführerin des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) Bremen, Isa Nolle, bat kürzlich Rainer Grygiel aus Munster (VDK-Beauftragter für die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr in Niedersachsen und Bremen) um nachbarschaftliche Hilfe. Daraufhin fuhren unter anderem auch Mitglieder der Reservistenkameradschaft (RK) Fallingbostel-Walsrode nach Bremen, um auf dem Osterholzer Friedhof Kriegsgräberpflegearbeiten vorzunehmen.

Nolle begrüßte die Reservisten und Zivilpersonen und informierte sie zunächst darüber, dass der Osterholzer Friedhof, auch als Park konzipiert, zu den größten Friedhöfen in Norddeutschland zählt und mit seinen idyllischen Wasserläufen und uralten Bäumen eine Ruhestätte inmitten der Stadt ist. Danach gab Nolle Auskunft über die Geschichte des Gräberfeldes NN (Ausländer-Ehrenfeld), auf dem 2136 Menschen - Angehörige verschiedener Nationen, wie Dienstverpflichtete (Ostarbeiter), Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Opfer - ihre letzte Ruhestätte fanden. Nolle ging auch anhand von Unterlagen auf Einzelschicksale ein, die dem VDK bekannt sind, und bezeichnete den Osterholzer Friedhof als einen Lern- und Erinnerungsort.

Die vorzunehmenden Arbeiten waren das Reinigen der Grabplatten und der Beschriftung sowie das Entfernen von Gras und Moos aus der Umpflasterung. Weiter standen allgemeine Reinigungsarbeiten auf dem Programm. Auch die Bronzeskulptur des Bildhauers Gerhart Schreiter “Zwei trauernde Frauen” (Mütter, Ehefrauen, die von einander abgewendet den Schmerz der Trauer allein tragen) sowie der Sockel mit den umgebenden Blumenbeeten wurden gesäubert und instandgesetzt.

Nach Einstellung der Arbeiten bedankten sich Isa Nolle und der Leiter des Osterholzer Friedhofs, Gerit Melloh, für das große ehrenamtliche Engagement und die eindrucksvolle Hilfe und hoben hervor, dass es keine Selbstverständlichkeit sei, so früh aufzustehen, um in einem benachbarten Bundesland uneigennützige Unterstützung zu leisten.

Rainer Grygiel überreichte den Anwesenden anschließend kleine Präsente. Mit dem Totengedenken wurde der Arbeitseinsatz abgeschlossen.

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