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Tiere in dieser Jahrszeit besonders aktiv: Auto Club Europa gibt Tipps und weist auf Warnschilder hin

Richtig reagieren bei Wild auf der Straße

Sobald am Straßenrand Tiere zu erkennen sind, sollte die Geschwindigkeit kontrolliert und möglichst ohne scharfes Abbremsen reduziert werden. Foto: U. J. Alexander - stock.adobe.de
Sobald am Straßenrand Tiere zu erkennen sind, sollte die Geschwindigkeit kontrolliert und möglichst ohne scharfes Abbremsen reduziert werden. Foto: U. J. Alexander - stock.adobe.de
WALSRODE - 03. Oktober 2020 - 22:00 UHR - VON REDAKTION

Die Temperaturen fallen und die Tage werden kürzer. Mit dem Einzug des Herbstes ist aktuell auf den Straßen besondere Vorsicht geboten: Die wildaktive Zeit beginnt und mit ihr steigt die Gefahr von Wildunfällen. Wildschweine, Rehe, Hirsche und andere Wildtiere gehen meist im Schutz der Dunkelheit auf Futtersuche. Da sie auf den Feldern nicht mehr ausreichend Nahrung finden, überqueren sie häufig Straßen auf der Suche nach anderen Futterquellen. Gerade im Morgengrauen und in der Dämmerung droht die Gefahr von Wildunfällen, da die gefährlichsten Stunden in den Berufsverkehr-Rhythmus fallen.

Der Auto Club Europa, kurz ACE, rät Autofahrern deshalb zu größerer Vorsicht, vorausschauendem Fahren und dem unbedingten Beachten der Warnschilder vor Wildwechsel.

Sobald am Straßenrand oder in Fahrbahnnähe Tiere zu erkennen sind, sollte die Geschwindigkeit kontrolliert und möglichst ohne scharfes Abbremsen reduziert werden. Taucht ein Wildtier im Licht der Scheinwerfer auf: Sofort das Fernlicht ausschalten. Denn die Tiere bleiben sonst im Lichtkegel stehen. Kurzes Hupen und ausgeschaltetes Fernlicht führen in der Regel dazu, dass die Tiere weglaufen.

Schilder, die vor Wildwechsel warnen, sind nicht ohne Grund aufgestellt, so der ACE. Er rät eindringlich dazu, Warnschilder nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Geschwindigkeit sollte ohne scharfes Abbremsen reduziert und besonders achtsam weitergefahren werden.

Droht eine Kollision mit einem Wildtier, sollte auf keinen Fall mit einem Ausweichmanöver reagiert werden. Es besteht das Risiko, in den Gegenverkehr zu geraten oder gegen einen Baum zu prallen - nicht selten mit fatalen Folgen. Deshalb so stark wie möglich abbremsen und das Lenkrad mit beiden Händen festhalten.

Wenn der Wildunfall trotzdem passiert:

1. Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen und die Unfallstelle mit dem Warndreieck absichern.

2. Anschließend müssen in jedem Fall die Polizei und besser auch die Forstdienststelle verständigt werden. Zur abschließenden Schadenregulierung muss bei den Versicherungen eine Wildunfallbescheinigung eingereicht werden, die am Unfallort durch die Polizei oder die Vertreter der Forstdienststelle ausgestellt wird.

3. Angefahrene Wildtiere sollten unter keinen Umständen angefasst werden. Sie könnten auskeilen, Krankheiten übertragen oder im Falle leichter Verletzungen von ihrer Herde nicht mehr akzeptiert werden.

4. Für die Versicherung kann eine Dokumentation des Schadens am Fahrzeug durch Fotos hilfreich sein.

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