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Zeitzeugenbericht zum Beitritt der DDR zur Bundesrepublik vor 30 Jahren

Schicksalsjahr und Fremdenfeindlichkeit

Frank Richter war Mitbegründer der Dresdener Gruppe. Foto: Claudia Hübschmann
Frank Richter war Mitbegründer der Dresdener Gruppe. Foto: Claudia Hübschmann
SOLTAU - 06. Februar 2020 - 08:00 UHR - VON REDAKTION

Zum Thema “Das Schicksalsjahr der Deutschen - 30 Jahre danach” findet am kommenden Dienstag, 11. Februar, ab 20 Uhr in der Soltauer Bibliothek Waldmühle die nächsten “Soltauer Gespräche” statt.

Am 3. Oktober 2020 jährt sich der Beitritt der ehemaligen DDR zur Bundesrepublik Deutschland zum 30. Mal. Der in Meißen geborene Frank Richter, Theologe, Bürgerrechtler und Politiker war Mitbegründer der Dresdener Gruppe der 20, die sich im Verlauf der Demonstration am 8. Oktober 1989 auf der Prager Straße in Dresden bildete und vom damaligen Oberbürgermeister Wolfgang Berghofer als offizieller Gesprächspartner akzeptiert wurde. Er ist damit ein wichtiger Zeitzeuge der damaligen Ereignisse.

Frank Richter wird sich bei seinem Besuch in Soltau aber auch den Ursachen der in den vergangenen Jahren zu beobachtenden Fremdenfeindlichkeit und rechter Radikalisierung in Dresden und Sachsen widmen. Er hat sich intensiv mit diesem Phänomen auseinandergesetzt und nach Lösungsansätzen gesucht.

Als Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung organisierte Richter mehrere Dialogforen, bei denen Pegidabefürworter und -gegner sowie Politiker miteinander ins Gespräch kommen sollten. Eine Entscheidung, die ihm sehr viel Kritik der politischen Parteien einbrachte.

Frank Richter fasst die heutige Situation so zusammen: “Während ökonomische und technische Infrastruktur in vielen Städten Ostdeutschlands gut entwickelt ist, hat die Politik die soziale, zivilgesellschaftliche, politische und auch die ethische Infrastruktur nachhaltig und auch über längere Zeit hin vernachlässigt”. Das ist seine Motivation, auf Dialog und nicht auf Ausgrenzung zu setzen.

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