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Stadtwerke Böhmetal investieren 385.000 Euro in einen neuen Tiefbrunnen, Wasser aus 70 Metern Tiefe

Schneeheide: Neue Brunnenstube kommt noch oben drauf

Vorsichtig herunterlassen: Das kleine Betonhäuschen bildet den oberen Abschluss des neuen Brunnens.Foto: Stadtwerke Böhmetal
Vorsichtig herunterlassen: Das kleine Betonhäuschen bildet den oberen Abschluss des neuen Brunnens.Foto: Stadtwerke Böhmetal
SCHNEEHEIDE - 11. Mai 2020 - 22:00 UHR - VON REDAKTION

Sichere und vorausschauende Versorgung mit dem wichtigsten Lebensmittel Wasser ist eine der Kernaufgaben der Stadtwerke Böhmetal GmbH, dem Trinkwasser- und Energieversorger in der Region. Dazu wurde in diesen Tagen ein neuer Tiefbrunnen zur Förderung des “Rohstoffs” Grundwasser im Walsroder Ortsteil Schneeheide mit der sogenannten Brunnenstube ausgestattet.

Das Häuschen ist der Abschluss

Das kleine Häuschen mit rund zehn Quadratmetern Grundfläche bildet den oberen Abschluss des rund 70 Meter tiefen Brunnens. Das geförderte Grundwasser wird in eine Rohrleitung zum Wasserwerk weitergeleitet und dort zu “hochwertigem Trinkwasser aufbereitet”, so die Stadtwerke in einer Pressemitteilung. Die Brunnenstube ist ein Fertigbauteil aus Betonelementen. Es wurde per Lkw angeliefert und mit dem Kran auf ein vorbereitetes Fundament aufgesetzt. Nach Verbindung des Brunnenrohrs mit der Transportleitung und Installation der elektrischen Anlagen ist der Brunnen betriebsbereit.

Gefördert wird das Wasser aus rund 70 Meter Tiefe. Für den regelmäßigen Wechsel der Pumpe befindet sich im Dach der Brunnenstube eine Montageöffnung. Mit einem Teleskopkran kann die Pumpe dann mitsamt Förderrohr “gezogen” und nach den Wartungsarbeiten auch wieder hinabgelassen werden. Ein Tiefbrunnen ist jedoch nicht unbegrenzt nutzbar. Ein abgesenkter Grundwasserpegel, Versandungen oder veränderte Umweltbedingungen können neue Brunnenbohrungen erforderlich machen.

70 Meter Tiefe bewusst gewählt

Mit 70 Metern weist der neue Brunnen schon eine erhebliche Tiefe auf, die bewusst gewählt wurde, um höher gelegene Grundwasservorkommen für andere Nutzer, hier unter anderem die Landwirtschaft, für ihre Feldbewässerung zu reservieren.

Das Wasserwerk Walsrode mit den bestehenden und dem neuen Brunnen befindet sich in einem sogenannten Wasserschutzgebiet. Auf Basis des Wasserhaushaltsgesetzes werden solche Schutzgebiete insbesondere im Einzugsgebiet von Trinkwasseranlagen ausgewiesen.

A-27-Gewerbepark im Wasserschutzgebiet

Auch der A-27-Gewerbepark zwischen Walsrode und Schneeheide befindet sich im Wasserschutzgebiet. Die dortigen Ansiedlungen werden daher besonders streng auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft, um eine Belastung des Erdreichs und des Grundwassers durch Schadstoffe auszuschließen.

Die Kosten belaufen sich auf rund 385.000 Euro. Ziel sei die langfristige Sicherung der Trinkwasserversorgung in Bezug auf Menge, Qualität und Preis.

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