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Kommunal Service weist auf Arbeiten hin und erklärt Vorgehen

Schnitt für Sträucher und Hecken

Bagger mit Astschere im Einsatz: Unmittelbar hinter dem Fahrzeug befinden sich die zuletzt 2018 zurückgeschnittenen Pflanzen. Foto: Kommunal Service Böhmetal
Bagger mit Astschere im Einsatz: Unmittelbar hinter dem Fahrzeug befinden sich die zuletzt 2018 zurückgeschnittenen Pflanzen. Foto: Kommunal Service Böhmetal
WALSRODE - 07. Februar 2021 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

Für den Kommunal Service Böhmetal beginnt die alljährliche Zeit der Gehölzpflege im öffentlichen Raum, solange die Wachstumsphase der Pflanzen noch nicht eingesetzt hat. Denn vom 1. März bis 30. September. ist der Vogel- und Artenschutz nach §39 des Bundesnaturschutzgesetzes zu beachten.

In Kürze beginnen die Arbeiten in Walsrode im Gebiet “Bismarckring III”. Freiwachsende Hecken werden in Teilstücken und nach Notwendigkeit “auf den Stock gesetzt”. Dies ist die Bezeichnung für einen Rückschnitt auf 30 bis 40 Zentimeter Höhe. Nach fünfjähriger Erfahrung stellt der Kommunal Service fest, dass bereits in der nächsten Vegetationsperiode die Pflanzen wieder bis zu einen Meter Höhe anwachsen, und dies, “obwohl wir in den letzten zwei Jahren ungewöhnlich trockene Sommer zu verzeichnen hatten”.

Es sei jedoch nie die gesamte Hecke davon betroffen, sondern im jährlichen oder mehrjährigen Wechsel immer nur ein bestimmter Abschnitt. Der unbearbeitete Teil biete den Heckenbewohnern weiterhin einen ausreichenden Lebensraum. Wenn im Frühjahr die Nist- und Brutzeit der Vögel beginnt, werde in diesem Heckenbereich wieder ein reges Treiben herrschen. Erst wenn bereits geschnittene Sträucher neu ausgetrieben haben, werde das “auf den Stock setzen” an der nächsten Stelle und frühestens im Folgejahr fortgeführt.

Der optische Eindruck eines (übertriebenen) Radikalschnitts sei für den Kommunal Service nachvollziehbar, die Maßnahmen dienen aber einer hochwertigen Pflanzenstruktur. Ohne die durchgeführte Pflege würden innerhalb weniger Jahre hochwachsende und von unten verkahlte Großsträucher neben dem Baumbestand dominieren.

Pflanzenpflege sei praktizierter Umweltschutz. Lediglich die Faktoren Verkehrssicherheit und -sicherungspflicht hätten einen höheren Stellenwert. Sonstige Arbeiten in diesem Zusammenhang, zum Beispiel das Freischneiden von Straßen und Wegen auf ihre ursprüngliche Breite oder das Entfernen überhängender Äste, dienen daher nicht zuletzt auch der Verkehrssicherheit beziehungsweise dem Schutz von privatem oder öffentlichem Eigentum. Zur Gefahrenabwehr darf daher sogenanntes “Totholz”, zum Beispiel ein abgestorbener Ast sofort entfernt, ein morscher Baum unverzüglich gefällt oder Wurzelschäden an Oberflächen von Straßen, Rad- oder Gehwegen beseitigt werden, natürlich auch außerhalb der genannten Fristen.

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