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Fünf neue Schutzgebiete im Landkreis Verden von Dörverden bis Kirchlinteln ausgewiesen

Schutz für Fledermaus-Populationen

Ein Teil der Lehrde bei Groß Heins. Foto: red
Ein Teil der Lehrde bei Groß Heins. Foto: red
VERDEN - 28. März 2019 - 00:00 UHR - VON REDAKTION

Im Landkreis Verden gibt es fünf neue Schutzgebiete. Bei allen fünf Gebieten handelt es sich um Natura 2000-Gebiete. Mit der Unterschutzstellung werden die europäischen Vorgaben der Fauna-Flora-Habitat(FFH)-Richtlinie umgesetzt. Ausgewiesen wurden jetzt die Naturschutzgebiete “Sandtrockenrasen Achim” in der Stadt Achim, “Wedeholz” und “Lehrdetal” in der Gemeinde Kirchlinteln sowie die Landschaftsschutzgebiete “Lehrdewiesen” in der Gemeinde Kirchlinteln sowie “Fledermauswälder südlich und östlich Dörverden” in der Gemeinde Dörverden.

Das Naturschutzgebiet “Sandtrockenrasen Achim” liegt in den Gemarkungen Bierden und Uphusen der Stadt Achim südlich der L 158. Die neue Schutzgebietsverordnung trat am 26. Januar in Kraft. Im Fokus der Unterschutzstellung steht der Schutz der ausgedehnten flachwelligen Binnendünenlandschaft mit Sandheiden und offenen, flechtenreichen Silbergrasflächen als Lebensraum für zum Teil bestandsbedrohte Pflanzen- und Tierarten.

Nordöstlich der Ortschaft Holtum-Geest im Landkreis Verden liegt das Naturschutzgebiet “Wedeholz”. Ein kleiner Teil gehört zur Gemeinde Westerwalsede im Landkreis Rotenburg. Die Verordnung trat am 1. Februar in Kraft. Bei dem rund 183 Hektar großen Gebiet handelt es sich fast ausschließlich um Landeswald. Die Unterschutzstellung dient dem Erhalt und der Entwicklung von Eichen- und Buchenwaldbeständen. Gleichzeitig sollen die Fledermausarten Bechstein-Fledermaus, die stark an den Wald gebunden ist, und das Große Mausohr, das die Waldgebiete als Jagdrevier nutzt, durch die Unterschutzstellung in ihren Populationen geschützt werden.

Das Naturschutzgebiet “Lehrdetal” erstreckt sich kreisübergreifend vom Limmerberg im Landkreis Rotenburg über Stellichte im Heidekreis bis Otersen im Landkreis Verden, wo die Lehrde in die Aller mündet. Es hat eine Größe von rund 438 Hektar. Das Gebiet steht ebenfalls seit dem 1. Februar unter Schutz.

Das Landschaftsschutzgebiet “Lehrdewiesen” grenzt unmittelbar an das Naturschutzgebiet “Lehrdetal” an. Die Schutzgebietsverordnung für das rund 313 Hektar große Gebiet trat am 19. Januar in Kraft. Beide Verordnungen dienen dem Schutz der Lehrde mit ihrer regelmäßig überschwemmten Niederung und den typischen Grünlandbereichen. Die Gebiete sind ein wertvoller Lebensraum für viele geschützte Tierarten, wie beispielsweise Libellen, Neunaugen, Biber und Fledermäuse. Darüber hinaus soll auch die ausgeprägte Heckenlandschaft geschützt werden.

Bei dem fünften Schutzgebiet handelt es sich um das Landschaftsschutzgebiet “Fledermauswälder südlich und östlich Dörverden” in der Gemeinde Dörverden. Die Verordnung über das rund 70 Hektar große Gebiet trat am 26. Januar in Kraft. Schutzgegenstand sind zwei Waldgebiete, die der Fledermausart Großes Mausohr als Jagdlebensraum dienen.

Die bisherigen Schutzgebietsverordnungen “Sandtrockenrasen Achim” und “Lehrdetal” werden damit vollständig, die Verordnungen “Dörverdener Wiesen und Barnstedter See” teilweise ersetzt.

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