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Im Winter Futter und Wasser für die Vögel bereitstellen / Hilfreiche Tipps für die richtige Fütterung

Sonnenblumenkerne schmecken allen

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WALSRODE - 12. Dezember 2019 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

Bereits vor einigen Wochen sind viele Vögel in wärmere Gegenden gezogen, um dort zu überwintern. Für Tiere, die in Deutschland geblieben sind, wird das Nahrungsangebot durch die sich verändernden Witterungsbedingungen immer geringer. Wie Gartenbesitzer und Vogelfreunde es den Vögeln leichter machen können und was man rund um das gute alte Vogelhaus beachten sollte, das wissen die Experten vom Weltvogelpark Walsrode, die sich um mehr als 4000 Vögel aus 650 Arten und von allen Kontinenten kümmern. Denn: Winterschlaf halten die verschiedenen Vogelarten im Park ebenso wenig wie ihre Artgenossen in der freien Natur. Letztere sind bei der Nahrungssuche allerdings auf sich allein gestellt. Sollte es zu Bodenfrost und fallenden Temperaturen kommen, kann man die Vögel bei der Futtersuche unterstützen.

“Sonnenblumenkerne werden von fast allen Vogelarten gern gefressen und sind somit immer eine gute Wahl”, weiß Janina Ehrhardt, Pressesprecherin des Weltvogelparks. Man kann aber auch Rosinen, Trockenobst und klein gehackte Nüsse anbieten. Wichtig: Auf die Qualität des Futters kommt es an. Vor allem bei Meisenknödeln ist auf das richtige Verhältnis von Körnern und Fett zu achten. Je mehr Körner enthalten sind, desto hochwertiger ist das Futter. Zu engmaschig darf das Plastiknetz um die Knödel herum nicht sein, da sich die Vögel mit ihren kleinen Beinchen sonst darin verheddern. Am besten, man entfernt die Netze ganz und befestigt die Knödel an einem Ast oder stabilen Band.

Im Idealfall bietet man das Futter in einer Futterstelle oder in einem Futtersilo an, überdacht und windgeschützt. Generell sollte man dabei auf gute Qualität achten, also ein Vogelhaus aus unbehandeltem Holz nehmen. Auf bunte Farben oder gar Kunststoff sollte ebenfalls verzichtet werden. “Wenn das Futter klassisch auf dem Boden des Vogelhauses gefüttert wird, kann es schnell mit Kot verschmutzt werden, was wiederum zur Verbreitung von Krankheiten von Vogel zu Vogel beitragen kann”, erklärt Anne Densow, Biologin im Weltvogelpark Walsrode. Das kann vermieden werden, indem man konsequent alle paar Tage das Haus mit heißem Wasser reinigt. Anstatt ein großes Vogelhaus bereitzustellen, ist es daher empfehlenswert, mehrere kleine aufzubauen, damit sich die Vögel nicht gegenseitig ins Gehege kommen.

Besonders gut geeignet sind Futtersilos, die den Vorteil haben, dass Fressfeinde nicht an die aufgehängten Futterstellen heran können. Selbst Tauben und Eichhörnchen haben bei dieser Konstruktion keine Chance.

Neben der richtigen Fütterung sollte man auch unbedingt sauberes Trink- und Badewasser für die Vögel bereitstellen. Hier reicht eine Schale sauberes Wasser, das jeden Tag gewechselt wird. Und wenn die Futterstelle dann noch von einem Fenster gut sichtbar ist, können die Vögel auch noch in Ruhe beobachtet werden.

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