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Verwaltung bittet kurzfristig um Unterstützung zur Katalogisierung von Fällen und Bedarfen

Sozialamt Rethem: Betroffene sollen sich melden

Foto: Gina Sanders - stock.adobe
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RETHEM - 26. Februar 2021 - 12:39 UHR - VON DIRK MEYLAND

Alle Leistungsberechtigten beim Sozialamt Rethem, die auf einen rechtsgültigen Bescheid warten, werden gebeten, sich kurzfristig bei der Samtgemeinde Rethem zu melden. Darauf weist Verwaltungschef Cort-Brün Voige hin.

Arbeitsrückstände, eine nicht auskömmliche Personalausstattung, verzweifelte Bedürftige, die monate- oder gar jahrelang auf ihnen zustehende Leistungen warten, als “Krönung” abfällige Kommentare über Leistungsbezieher, die von einer Mitarbeiterin bei Facebook gelikt wurden: Das Sozialamt Rethem hat jüngst reichlich Negativschlagzeilen geschrieben. Die Verwaltungsleitung nehme die Situation sehr ernst, hatte Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige am Donnerstag gegenüber der WZ klargestellt. Am Freitag gab es erste Konsequenzen.

Die Zahlungen für alle bewilligten Anträge würden ordnungsgemäß Ende Februar erfolgen, teilt Voige mit. Vorrangiges Ziel sei es nun, alle Fälle, in denen Antragsteller auf Zahlungen angewiesen sind, aber noch keinen rechtsgültigen Bescheid vorliegen hätten, zu bearbeiten, um kurzfristig die erforderlichen Zahlungen leisten zu können. Dies gelte insbesondere für Erst- und Weiterleistungsanträge.

Verwaltung auf direktem Wege in Kenntnis setzen

Um umgehend tätig werden zu können, bittet Voige all diejenigen, die einen Antrag auf Hilfeleistungen gestellt haben, aber eine “unangemessen lange Zeit” auf ihren Bescheid warten, sich in den kommenden Tagen mit einer kurzen Mitteilung an die Samtgemeinde Rethem zu wenden. Diese Vorgänge müssten vorrangig und möglichst kurzfristig abschließend bearbeitet werden. Ein Austausch zu diesem Thema nur in sozialen Medien oder in einer Whatsapp-Gruppe sei nicht hilfreich, so Voige. Die Verwaltung müsse dringend auf direktem Wege davon Kenntnis erlangen.

Betroffene, die auf einen Bescheid warten, um Hilfeleistungen zu bekommen, werden gebeten, sich möglichst kurzfristig, unabhängig von dem bereits im Sozialamt gestellten Antrag, an die Samtgemeinde zu wenden und dabei ihren Namen, den Zeitpunkt der Antragstellung und kurz den Sachverhalt anzugeben. Wer sich telefonisch meldet, wird gebeten, eine Rufnummer anzugeben, unter der eine Rückmeldung erfolgen kann.

Die Samtgemeinde Rethem ist entweder per E-Mail an rathaus@rethem.de mit dem Betreff “Sozialamt” erreichbar oder telefonisch im Bürgerservice unter der Telefonnummer (05165) 989831. Voige versichert, dass auf “alle eingehenden Meldungen in einem angemessenen Zeitraum eine Rückmeldung erfolgt und dass diese Meldungen nach Dringlichkeit kurzfristig abschließend bearbeitet werden”.

“Die Leute sollen ihr Geld kriegen”

Für die Aufarbeitung der Situation rund um das Sozialamt sei zusätzliches Personal im Rathaus abgestellt worden. Die vorgesehene Katalogisierung solle dabei helfen herauszufinden, wie viele offene Fälle es tatsächlich gibt, wo Rückstände vorhanden sind und an welchen Stellen es hakt und Probleme gibt. “Wir werden den Bereich sauber prüfen”, kündigt Voige an. Zunächst sei es aber am wichtigsten, dass “die Leute ihr Geld kriegen”.

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