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  • Natura 2000

    Die EU-Kommission hat bereits im Jahr 1992 die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) verabschiedet. Ziel ist es, wildlebende Arten, deren Lebensräume und die europaweite Vernetzung dieser Lebensräume zu sichern und zu schützen. Die erste Frist zur Sicherung ist 2013 ausgelaufen. Die EU-Kommission droht dem Heidekreis nun mit einem Vertragsverletzungsverfahren, sollte die Umsetzung nicht bis zum 31. Dezember 2018 erfolgen. Der Niedersächsische Landkreistag und das niedersächsische Umweltministerium haben einst geeignete Gebiete gemeldet, darunter das Aller-Leine-Tal. Der Name für das zusammenhängende ökologische Netz von Schutzgebieten in Europa lautet Natura 2000.

    Die bisherige Chronologie der Ereignisse im südlichen Heidekreis:

    • Am 9. November 2016 lädt der Heidekreis zu einer Info-Veranstaltung über die Ausweisung des Schutzgebiets Aller-Leine-Tal (ALT) in die Hodenhagener Aller-Meiße-Halle ein. Vertreter aller Interessengruppen (von Naturschutz bis Landwirtschaft, von Tourismus bis Forst und Jagd) sollen über Arbeitsgruppen in die Planungen eingebunden werden.
    • Zwischen dem 18. November 2016 und dem 5. Mai 2017 finden insgesamt 29 Sitzungen der sieben Facharbeitskreise statt.
    • Am 5. Januar 2017 formiert sich Widerstand gegen das Vorhaben. Die Initiatoren des geplanten Beteiligungs- und Pflegeverbands (BPV) Aller-Böhme-Region laden zur Info-Veranstaltung ins Eickeloher Schützenhaus ein. Ihre Kernforderungen: Landschaftsschutz (LSG) vor Naturschutz (NSG) und EU-Recht vor Bundesrecht.
    • Am 23. Februar 2017 stellen die BPV-Initiatoren die Gründung für Anfang April des Jahres in Aussicht. Sie steht bis heute aus.
    • Am 11. Mai lädt der Landvolk-Kreisverband zur Info-Veranstaltung in die Hodenhagener Aller-Meiße-Halle ein. Die Töne zwischen Erstem Kreisrat Oliver Schulze und Kreislandvolk-Vorsitzendem Jochen Oestmann sind sehr versöhnlich, der Applaus des Publikums fällt aber verhalten aus. Zentrale Feststellungen: Das Untersuchungsgebiet ist von 7700 auf 6100 Hektar geschrumpft, die EU fordert eine Mindestgröße des Schutzgebiets von 5500 Hektar. Schulze: 90 Prozent der Arbeit sind erledigt.
    • Am 18. Mai 2017 werden im Kreishaus Bad Fallingbostel vor 200 Interessierten die Ergebnisse der Arbeitskreise vorgestellt. Professor Dr. Thomas Kaiser, Inhaber eines Planungsbüros, verdeutlicht, dass ein Verhältnis von NSG zu LSG von 50:50 illusorisch, aber zu weniger als 75 Prozent NSG realistisch sei. Nach den Sommerferien 2017 solle die öffentliche Beteiligung erfolgen, die endgültige Abstimmung im Kreistag im Dezember 2017.
    • Am 16. Oktober 2017 wird die Betroffenheitsanalyse ausgewertet. Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer kündigen den Abschluss zu Ende November 2017 an.
    • Mitte Mai 2018: Die Gründung des BPV wird sich nach offiziellen Angaben noch Monate hinziehen. Der Heidekreis kündigt die öffentliche Auslegung für Mitte August 2018 an. Die Entscheidung im Kreistag werde wohl erst 2019 fallen.

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    Foto: red
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