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Aus Sicherheitsgründen gehen derzeit E-Mails mit bestimmten Anhängen oder Hyperlinks beim Finanzamt nicht ein

Trojaner Emotet sorgt beim Finanzamt für Probleme

Foto: Eickholt
Foto: Eickholt
SOLTAU - 10. Januar 2020 - 14:43 UHR - VON REDAKTION

Aus aktuellem Anlass teilt das Niedersächsische Finanzministerium mit, dass derzeit aufgrund der aktuellen verschärften Bedrohungslage durch die Schadsoftware “Emotet” der E-Mailverkehr mit der niedersächsischen Finanzverwaltung und insbesondere mit den Finanzämtern erheblich eingeschränkt ist. Auch das Finanzamt Soltau ist in nicht unerheblicher Weise betroffen.

Das heißt für die Praxis, E-Mails mit Anhängen in Word-, Excel- oder Powerpoint-Formaten erreichen das Finanzamt wegen der technischen Sperre auf Landesebene. Jedoch ist dies für die absendende Person derzeit leider nicht erkennbar. Gleiches gilt für E-Mails, die mit einem Hyperlink versehen sind und durch “Anklicken” auf eine Web-Seite führen. Solche Hyperlinks können unter anderem auch in der Signatur des Absendenden enthaltene Hinweise auf die Webseite des eigenen Unternehmens oder der eigenen Kanzlei sein.

Dies führt zu massiven Kommunikationsstörungen zwischen Bürgern und Unternehmen mit dem Finanzamt und belastet damit die übliche Serviceorientierung.

Für Steuerberaterinnen und Steuerberater sowie für Nutzerinnen und Nutzer der Steuersoftware “ELSTER” haben die getroffenen Maßnahmen keine Auswirkungen. Die Abgabe der Steuererklärungen durch die Bürgerinnen und Bürger über “ELSTER” oder durch die Steuerberater über die beauftragten Unternehmen (beispielsweise Datev) ist demnach uneingeschränkt möglich. Die getroffenen Maßnahmen werden fortlaufend überprüft und stufenweise angepasst. Die Finanzverwaltung bittet um Verständnis für die ergriffenen Maßnahmen und weist darauf hin, dass der Datensicherheit bei dieser Bedrohung von außerhalb Vorrang einzuräumen ist. Auch kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, wann diese Sicherheitsmaßnahmen wieder heruntergefahren werden können.

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