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Viele neue Impulse für pädagogische Fachkräfte und Kita-Leitungen bei einem Fachforum im Bad Fallingbosteler Kreishaus

Über Kinderschutz, Grenzen und mehr “Fehlerfreundlichkeit”

Zuhören lohnte sich: Kinderschutz und grenzwahrende Haltungen waren die Themen eines Fachforums für Kita-Mitarbeiter.red
Zuhören lohnte sich: Kinderschutz und grenzwahrende Haltungen waren die Themen eines Fachforums für Kita-Mitarbeiter.red
BAD FALLINGBOSTEL - 03. Januar 2019 - 09:00 UHR - VON REDAKTION

Die Fachberatung für Kindertageseinrichtungen und die Regionale Transferstelle Nordost des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) hatten zum Fachforum “Kinderschutz praktisch-grenzwahrende Haltung in der Kita” in die Kreisverwaltung in Bad Fallingbostel eingeladen. Die Veranstaltung ist speziell für pädagogische Fachkräfte sowie Leitungen von Kindertageseinrichtungen sowie für Träger konzipiert. Mehr als 50 Fachleute aus dem Heidekreis nahmen teil.

Referent Jens Hudemann, Experte für das Thema Kinderschutz und freier Mitarbeiter im Projekt “Rechte von Mädchen und Jungen in Einrichtungen” des Deutschen Kinderschutzbundes Niedersachsen sowie Mitarbeiter des Kinderschutz-Zentrums Oldenburg, beeindruckte die anwesenden Zuhörer mit seinen praktischen, lebendig dargelegten Beiträgen. Hudemann machte auf die wichtige Bedeutung der grenzwahrenden Haltung im pädagogischen Alltag aufmerksam und unterstrich die Notwendigkeit des eigenen Handelns, der Selbstreflexion und der Reflexion mit den anderen im Team. Er sensibilisierte die Teilnehmer für die individuellen Grenzen und ermunterte zum respektvollen Umgang im Arbeitsalltag. Weiterhin erläuterte er, dass die Achtsamkeit als Grundlage wichtig sei, um Kinder begleiten, fördern, Anteil nehmen und sich beteiligen zu können. Ein Fazit lautete daher: “Ich muss permanent achtsam sein.” Im Anschluss daran hatten alle Anwesenden die Gelegenheit, sich auszutauschen und weiterführend ins Gespräch zu kommen.

Darauf aufbauend führte Hudemann das Thema “Distanz und Nähe” aus: “Es geht darum, die eigenen Grenzen und die Grenzen und Bedürfnissen der Kinder wahrzunehmen und zu respektieren. Die Pädagogen sind Vorbilder und zeigen folglich ihren Umgang mit Nähe und Distanz und ihre Grenzen. Somit geben die Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen ihre Haltung als Orientierung an die Kinder weiter.” Zudem plädierte Hudemann für mehr “Fehlerfreundlichkeit” im Kita-Alltag: “Fehler müssen und dürfen passieren. Sie sind da, um aus ihnen zu lernen”.

Insgesamt wurden die Fachleute durch das Thema “Kinderschutz praktisch-grenzwahrende Haltung in der Kita” in ihrer verantwortungsvollen Aufgabe, der frühen Bildung und Betreuung, bestärkt und konnten viele Impulse für ihre Arbeit und die Entwicklung eines Kinderschutzkonzeptes mitnehmen.

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