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Natura 2000: CDU-Ortsverband und Landwirte aus Buchholz und Marklendorf üben Kritik

“Überzogen und unverständlich”

Austausch auf der Wiese: Mitglieder der CDU Buchholz/Marklendorf diskutierten mit Landwirten aus der Gemeinde.red
Austausch auf der Wiese: Mitglieder der CDU Buchholz/Marklendorf diskutierten mit Landwirten aus der Gemeinde.red
BUCHHOLZ - 14. Mai 2019 - 04:00 UHR - VON REDAKTION

Auf Einladung des CDU-Ortsverbandes Buchholz/Marklendorf trafen sich die Buchholzer und Marklendorfer Landwirte Siegfried Michalzik und Joachim Meinheit zu einem Informationsaustausch mit einigen CDU-Kommunalpolitikern, um über die geplante Unterschutzstellung von landwirtschaftlichen Flächen in der Allermarsch im Rahmen von Natura 2000 zu sprechen.

Dabei hoben die Ortslandwirte hervor, dass in der Vergangenheit auf freiwilliger Basis und Eigeninitiative durch Landwirte, Angler, Jäger, Jagdgenossenschaft und Projektgruppe “Unser Dorf hat Zukunft” viel Gutes für den Landschafts- und Tierschutz in der Allermarsch getan worden sei. Michalzik und Meinheit erwähnten die Renaturierung der Gelben Riethe, das Anlegen von Rieselwiesen und Bewässerungsgräben, das Pflanzen von Hecken sowie das Anlegen von Biotopen. Dies alles sei freiwillig und mit ehrenamtlicher Hilfe gemacht worden.

Die mit der Unterschutzstellung geplanten Eingriffe “von oben” seien völlig überzogen und unverständlich. Sie führten nur zu Unmut, Protest und in einigen Fällen sogar zu Existenzängsten, was sich auch in der Vielzahl von Einwendungen gegen die Unterschutzstellung zeige. Kritik wurde vor allem auch an der Kartierung und Auswahl der Allerwiesen in Landschafts- sowie Naturschutzflächen geübt, sodass daraus nunmehr ein bunter Flickenteppich entstanden sei.

CDU-Vorsitzender Joachim Plesse erläuterte, dass die Christdemokraten im Buchholzer Gemeinderat eine umfangreiche Stellungnahme mit Einwänden erarbeitet und den entsprechenden Gremien vorgelegt hätten. Vor allem das allgemeine Betretungsverbot für Einheimische und Erholungssuchende im Landschaftsschutzgebiet halte die CDU für völlig überzogen. Bisher hätten auch die Kinder des in der Nähe liegenden Buchholzer Waldkindergartens die Allerwiesen zu Erkundungs- und Entdeckerausflügen genutzt. “Völlig unverständlich”, so Plesse, “dass das den Kindern des Waldkindergartens in Zukunft nicht mehr erlaubt sein soll.”

“Wir sind gespannt, wie sich hier alles weiterentwickelt. Wir hoffen, dass die Politiker im Kreistag, die letztlich die Entscheidungen zu treffen haben, noch Änderungen an der geplanten Unterschutzstellung im Sinne der Menschen im Aller-Leine-Tal erreichen, denn unsere Kreistagspolitiker aller Fraktionen haben es in der Hand”, so Plesse.

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