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CDU bittet Regionalen Politikbeauftragten der Post zum Gespräch

Unregelmäßigkeiten bei Postzustellung

Zuversicht nach Austausch: Die CDU-Politiker Gudrun Pieper und Henrik Rump (links) baten Stephan Siekmann von der Deutschen Post zum Gespräch.red
Zuversicht nach Austausch: Die CDU-Politiker Gudrun Pieper und Henrik Rump (links) baten Stephan Siekmann von der Deutschen Post zum Gespräch.red
SCHWARMSTEDT - 24. Januar 2019 - 07:00 UHR - VON REDAKTION

Zahlreiche Beschwerden von Bürgern über Unregelmäßigkeiten bei der Briefzustellung in der Samtgemeinde Schwarmstedt beschäftigen seit Längerem den Samtgemeinderat, nicht zuletzt infolge einer Anfrage der CDU-Samtgemeinderatsfraktion. Die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper nahm dies zum Anlass, die Deutsche Post AG um eine Stellungnahme zu bitten. Gemeinsam mit dem CDU-Samtgemeindeverbandsvorsitzenden Henrik Rump traf sie den Regionalen Politikbeauftragten Stephan Siekmann zu einem Gespräch in ihrem Wahlkreisbüro.

Es sollte die Ausnahme sein, dass Briefe verspätet ankommen, sagte Pieper. Nicht nur für Privatleute sei es ein Problem, wenn wichtige Schreiben nicht zügig abgeliefert würden. Auch Gewerbetreibende seien darauf angewiesen, dass Geschäftsbriefe oder Rechnungen sie sicher und fristgerecht erreichen.

Siekmann erklärte, dass Massensendungen, wie die Dialogpost, andere Beförderungszeiten als gewöhnliche Briefe hätten. Diese müssten nicht am Folgetag ankommen. Dialogpost dürfe sogar bis zu vier Tage unterwegs sein. Auf 85 Prozent der Gesamtpostmenge treffe das mittlerweile zu. Wenn zwischenzeitlich keine Post ankomme und an einem anderen Tag dagegen gleich mehrere Briefe im Hausbriefkasten lägen, erwecke das den Eindruck von Unregelmäßigkeit. Tatsächlich sei es durchaus möglich und völlig im Rahmen, wenn Dialogpost gezielt gesammelt zugestellt werde. “Der gewöhnliche Brief wird von uns jedoch immer sofort und somit schnellstmöglich zugestellt”, so Siekmann. Er merkte an, dass nur der Poststempel als Anhaltspunkt heranzuziehen sei, wenn es darum gehe, festzustellen, ob Briefe verzögert ankommen.

Laut Siekmann habe sich die Zustellsituation in der Samtgemeinde zwischenzeitlich wieder stabilisiert. Die Post habe dazu im Spätherbst 2018 eine gleichmäßige Neuverteilung der Arbeit auf die Mitarbeiter vorgenommen und eine zusätzliche Zustellkraft auf Dauer eingestellt. Anlass sei die deutlich gewachsene Zahl an Paketen gewesen, eine Folge des Onlinehandels. 2019 habe es noch keine nennenswerten Störungen gegeben.

Dass Zeitschriften, Zuschriften und vor allem wichtige Briefe regelmäßig zugestellt würden, bedeute den meisten Menschen sehr viel - für ihr privates wie für ihr berufliches Leben, sagte Pieper. Sie empfänden es als wichtigen Teil ihrer Grundversorgung. Dass die Post auch in Dörfern und kleinen Städten eingeworfen wird, bedeute Lebensqualität.

Siekmann zeigte sich zuversichtlich, dass die zuletzt aufgetretenen Probleme sowohl bei der Brief- als auch bei der Paketzustellung in Schwarmstedt weitestgehend behoben seien. Er informierte Pieper und Rump, dass die Deutsche Post mit der Einrichtung eines zusätzlichen Zustellbezirks Maßnahmen ergriffen habe. Trotz der erhöhten Belastung bei der Paketzustellung, begründet durch die zunehmende Zahl der Internetbestellungen, werde das Unternehmen “unser Möglichstes tun, um Kunden einen guten Service zu bieten”.

Gegenüber den Politikern erklärte er Hintergründe der Betriebspraxis. Demnach habe aufgrund des zusätzlichen Zustellbezirkes eine neue Aufteilung der Arbeit erfolgen müssen. Diese Umverteilung, teilweise mit Kräften aus anderen Zustellbezirken, könne dazu führen, dass nicht alle zur Zustellung vorliegenden Sendungen innerhalb der vorgesehenen Arbeitszeit an die Empfänger ausgeliefert werden, da sich die Zusteller erst mit der neuen Tour vertraut machen müssten.

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