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Die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper besucht Schulen in Walsrode und Bothmer

Unterricht mal ganz anders gestalten

Unterwegs in der Grundschule Süd: Sybille Jäger, Gudrun Pieper, Uta Paschke-Albeshausen, Kirsten Rick (von links).red
Unterwegs in der Grundschule Süd: Sybille Jäger, Gudrun Pieper, Uta Paschke-Albeshausen, Kirsten Rick (von links).red
HEIDEKREIS - 21. Juni 2018 - 14:15 UHR - VON REDAKTION

Bei ihrer Sommertour besuchte die Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper mehrere Schulen im Wahlkreis, um sich über verschiedene Schulmodelle und Formen der Unterrichtsgestaltung zu informieren. Gemeinsam mit den CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Uta Paschke-Albeshausen aus Walsrode und Henrik Rump aus Schwarmstedt war Pieper in der Felix-Nussbaum-Oberschule, der Grundschule Süd in Walsrode und in der Grundschule in Bothmer zu Gast.

“Es müssen nicht immer alle alles gleichzeitig machen”, betonte Oberschulleiter Rüdiger Strack, als er seinen Gästen von der Kooperation mit der Lebenshilfe berichtete. Nach vielen Umbaumaßnahmen konnte die Lebenshilfe vor sechs Jahren mit einer Klasse der Tagesbildungsstätte in die Oberschule einziehen. “Dies ist das Beste, was den Schülerinnen und Schülern mit sozialpädagogischem Förderbedarf passieren kann”, machten auch Melanie Schack, Leiterin der Klaus-Dieter-Haehn-Schule, und Klassenleiterin Angela Gruber deutlich. “Allerdings läuft der Unterricht bei uns etwas anders ab.”

Die momentan sieben Schüler zwischen zehn und 16 Jahren werden individuell gefördert und nehmen, wann immer möglich, am Unterricht der Regelklassen teil. Kooperationsunterricht wird in Fächern wie Sport, Werken oder Kunst erteilt. Auch Ausflüge, Klassenfahrten und Projektarbeiten finden gemeinsam statt.

“Die Schülerinnen und Schüler machen ständig Fortschritte, und wir sehen, wie stolz sie sind, zur Oberschule dazuzugehören. Alle Beteiligten profitieren davon”, waren sich die Pädagogen einig. Eine komplette Inklusion in eine Regelklasse werde nicht angestrebt: “Eine Differenzierung ist nach wie vor nötig, da die Anforderungen unserer Schülerinnen und Schüler sehr spezifisch sind”, erläuterte Melanie Schack.

Großes Engagement zeigt auch die Grundschule Bothmer. Christina Feldmann, die 2016 die Schulleitung übernommen hat, ist sehr daran gelegen die Schule attraktiv zu gestalten. Umbaumaßnahmen und Renovierungen am Schulgebäude haben bereits stattgefunden.

Die Neugestaltung des Schulhofes und des Eingangsbereiches seien, dank der Initiative vieler Eltern, auf einem guten Weg. Bei der Unterrichtsgestaltung geht die Schulleiterin auch unkonventionelle Wege. Mit dem Projekt “bewegte Schule” möchte sie vermehrt Bewegung in den Schulalltag integrieren. Die naturnahe Gestaltung des neuen Schulhofs soll die Kreativität der Grundschüler fördern und dazu beitragen, Aggressionen bei Kindern abzubauen. Auch die Klassenzimmer wurden bewegungsfreundlich strukturiert. “Von Anfang an war ich überzeugt von der positiven Wirkung der Bewegung auf die Konzentration und die Motivation der Kinder”, berichtet Feldmann. “Durch die Bewegung kann sogar mehr Ruhe ins Klassenzimmer gebracht werden.”

Über ihre positiven Erfahrungen mit der offenen Ganztagsschule berichtete Sybille Jäger, Schulleiterin der Grundschule Süd in Walsrode. Der Ganztagesbetrieb biete aus ihrer Sicht wesentliche Vorteile. “Durch das erweiterte Schulangebot stärkt man den Bildungserfolg der Schüler und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf”, so Jäger. Dies zeigten die durchweg positiven Rückmeldungen von Eltern und Schülern. “Die Zahlen im Ganztag steigen. Wir haben das Angebot mit 50 Schülern gestartet. Nun sind über 80 Kinder angemeldet.”

Mittlerweile muss über einen Kriterienkatalog entschieden werden, welche Kinder für die Ganztagsbetreuung infrage kommen. “Wir platzen räumlich aus allen Nähten”, informiert die Schulleiterin. “Die Mensa ist mittags bis auf den letzten Platz belegt, obwohl wir bereits in kleinen Gruppen essen.” Ein zweiter Betreuungsraum werde ebenfalls dringend benötigt, ebenso ein Musikraum. Abhilfe könne die benachbarte Hans-Brüggemann-Schule schaffen, deren Schülerzahlen deutlich abnehmen würden. Gespräche über die Mitnutzung der Räumlichkeiten finden bereits statt.

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