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Samtgemeindebürgermeister-Kandidatin wird nicht an Veranstaltung der Walsroder Zeitung am 9. September in Rethem teilnehmen

Ute Feldmann sagt WZ-Podiumsdiskussion ab

Ute Feldmann
Ute Feldmann
RETHEM - 02. September 2021 - 16:00 UHR - VON REDAKTION

Seit vielen Jahren bietet die Walsroder Zeitung im Vorfeld von Wahlen die Möglichkeit für Leser und Leserinnen, sich ein direktes Meinungsbild zu verschaffen. Im Rahmen von Podiumsdiskussionen stehen dabei Kandidaten Rede und Antwort, die Bewerber und Bewerberinnen erhalten dabei die Gelegenheit, sich und ihre Ideen einem breiten Publikum vorzustellen.

Auch in diesem Monat wird die WZ im Vorfeld der Urnengänge insgesamt fünf entsprechende Formate anbieten - doch bei der Podiumsveranstaltung zur Bürgermeisterwahl in der Samtgemeind gibt es dabei ein Novum: Zum ersten Mal in der Geschichte dieser WZ-Veranstaltungen verzichtet eine Kandidatin auf die Teilnahme.

Wenn am Donnerstag, 9. September, die WZ in den Burghof einlädt, wird dort auf dem Podium Kandidatin Ute Feldmann nicht dabei sein. So wird WZ-Redakteurin Silvia Herrmann ab 19 Uhr die beiden weiteren Kandidaten - Björn Symank und Dr. Kathrin Wrobel - begrüßen.

Die Hintergründe für ihre Absage hat Ute Feldmann der WZ in schriftlicher Form zukommen lassen, die Redaktion hat sich entschieden, diese Absage im Wortlaut abzudrucken, um den Wählern und Wählerinnen in Rethem die Gelegenheit zu geben, sich von den Beweggründen ein eigenes Bild zu machen.

Hier nun die ungekürzte Absage von Ute Feldmann:

“Liebe Leserinnen und Leser der Walsroder Zeitung, sicherlich werden Sie sich darüber gewundert haben, dass ich nicht an der von der Walsroder Zeitung organisierten Podiumsdiskussion teilnehme. Damit bei Ihnen keine falschen Eindrücke entstehen, würde ich mich dazu gerne in kurzen Worten äußern.

Ich habe in den letzten Legislaturperioden beobachtet, dass sich in den Ratssitzungen der Stadt und Samtgemeinde Rethem eine Kultur der gegenseitigen Verantwortungszuweisungen etabliert hat. Damit meine ich, dass die Verwaltung sich gerne darauf stützt, dass letztlich die Politik die umzusetzenden Dinge entschieden hat. Die Politik wiederum behauptet, dass die Verwaltung die beschlossenen Entscheidungen unvollständig oder ungenügend umsetzt. Dies gleicht einem Zirkelbezug, der am Ende jedoch zu keiner, der Allgemeinheit dienenden, Lösung führt. Letztlich geht es lediglich darum, die eigene Verantwortung zu negieren bzw. zu reduzieren.

Mein Ansatz ist daher: Wir können nur im Sinne aller Bürgerinnen und Bürger etwas Fruchtbares, Nachhaltiges und Konstruktives entwickeln, wenn wir gemeinsam die vielfältigen Aufgaben angehen und bewältigen, um unsere Samtgemeinde fit für die Zukunft zu machen. Statt ‚Schuldzuweisungen‘ sind gemeinsam lösungsorientierte Wege zu suchen und gemeinsam zu verantworten. Verantwortung bedeutet für mich, die Beschlüsse des Rates rechtskonform und nachhaltig umzusetzen.

Ich wünsche mir eine Politik der gegenseitigen Wertschätzung. Nur so kann eine Kongruenz zwischen den Vorstellungen der Hauptverwaltungsbeamtin/ des Hauptverwaltungsbeamten und der politischen Vertretung entstehen und vertreten werden. Daher wäre ich sehr gerne bereit, an einer öffentlichen Diskussion teilzunehmen, die alle am Willensbildungsprozess Beteiligten zusammenführt. Das heißt für mich die Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt des Hauptverwaltungsbeamten und die führenden Personen der sich zur Wahl stellenden Parteien und Wählergruppen. Durch ein solches Format kann der Wähler erkennen, wer bezüglich seiner programmatischen Ziele und Vorstellungen gut zueinander passt. Da dies aber leider nicht möglich war, habe ich mich dafür entschieden, mich auf anderen Wegen zu erklären.

Mir geht es darum, das Wohl der Bürgerinnen und Bürger zu mehren, denn das ist mein wichtigstes Ziel. Um mit den Worten des scheidenden Bürgermeisters der Nachbarkommune Kirchlinteln zu sprechen: ‚Die Leute müssen merken, dass man das ernst meint. Das muss man leben, das ist nicht einfach ein Job.‘ Darum geht es mir. Ich möchte Politik leben und erleben und dann aber so, dass es sich richtig anfühlt. Daher fehlen mir bei diesem Podiumsdiskussionsformat die zur Wahl stehenden Fraktionsvertreter. Ich wünsche mir, dass Sie meine Sichtweise verstehen und Ihnen, dass Sie die für Sie und die Gemeinde besten Wahlentscheidungen treffen.

Ihre Kandidatin für das Amt der Samtgemeindebürgermeisterin Ute Feldmann”

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