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Mit der Ableistung des Diensteides treten die Anwärter in Walsrode nun “offiziell” in den Dienst der Bundespolizei

Vereidigung unter Corona-Bedingungen

Die Anwärterinnen und Anwärter gehören zur Einstellungsoffensive der Bundespolizei in diesem Jahr. Fotos: Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Walsrode
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Die Anwärterinnen und Anwärter gehören zur Einstellungsoffensive der Bundespolizei in diesem Jahr. Fotos: Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Walsrode
WALSRODE - 13. Oktober 2020 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

99 Polizeimeisteranwärter und -anwärterinnen des mittleren Polizeivollzugsdienstes und 50 Polizeikommissaranwärter und -anwärterinnen wurden insgesamt am 8. Oktober beim Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Walsrode vereidigt. Die Veranstaltung war ursprünglich aufgrund der Corona-Pandemie, auf dem Sportplatz am Schulzentrum in Walsrode geplant gewesen. Aufgrund des vorausgesagten Dauerregens zur Veranstaltungszeit wurde sie jedoch kurzfristig in die Sporthalle im Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Walsrode verlagert. Mit der Ableistung des Diensteides treten die Anwärter nun “offiziell” in den Dienst der Bundespolizei.

Musikalische Untermalung durch das Bundespolizeiorchester Hannover

Zu Beginn spielte das Bundespolizeiorchester Hannover den “Police-Academy-March” von Robert Folk. Danach sprach unter anderem Derik Mennrich, Oberpfarrer der Evangelischen Seelsorge der Bundespolizei, sein Grußwort. Die Festansprache hielt Polizeidirektor Kai Hewelt. Er drückte im Namen des Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrums Walsrode sein Bedauern aus, dass “diese feierliche Veranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie ohne Gäste, ohne Angehörige und Freunde durchgeführt werden muss”. Die Anwärter und Anwärterinnen sind 149 von insgesamt 3453 Auszubildenden, die die Bundespolizei in diesem Jahr neu einstellt. Auch wenn der Kreis “eher überschaubar” sei, wie es Hewelt formulierte, seien die Anwärter nun “Teil einer enormen Einstellungsoffensive für die Bundespolizei, die es in unserer Geschichte so noch nicht gegeben hat”. Diese Einstellungsoffensive bedeute, dass es einen enormen Bedarf an Kräften der Bundespolizei gebe, der der nationalen und internationalen Sicherheitslage und einem entsprechend hohen Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung geschuldet sei, so der Polizeidirektor in seiner Rede, bei der er auch auf das Thema Rassismus in der Polizei einging. “Lassen Sie es mich ganz deutlich sagen: Rassismus, Anfeindungen gegen Andersdenkende, Hate-Speeches im Netz oder auch sexuelle Belästigungen gegen wen auch immer haben in der deutschen Polizei, haben in der Bundespolizei keinen Platz, und wir werden jeden, der sich mit derartigem Verhalten identifiziert, derartiges tut oder derartiges gut heißt, aus der Bundespolizei entfernen. Denn wir sind es doch, die Andersdenkende in einer Demokratie, Benachteiligte und Minderheiten schützen sollen.” Denn es gehe nicht darum, ein Denunziantentum zu fördern, sondern Opfer zu schützen, und dem Auftrag als Sicherheitsbehörde in einer Demokratie gerecht zu werden. Nach der Vereidigung durch den Ersten Polizeihauptkommissar Markus Dobslaw wurde zum Abschluss die Nationalhymne gespielt.

Bundesweit gab es 21.522 Bewerbungen, von denen haben sich 15.769 Frauen und Männer einem Auswahlverfahren gestellt. Insgesamt wurden 3453 Frauen und Männer für den mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienst eingestellt.

Start in die berufliche Zukunft

Das Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Walsrode ist gemeinsam mit sechs weiteren Bundespolizeiaus- und -Fortbildungszentren in Lübeck angegliedert. Die Hauptaufgabe des Aus- und -fortbildungszentrums Walsrode liegt in der professionellen Ausbildung der Nachwuchskräfte im mittleren und gehobenen Dienst sowie in der praxis- und bedarfsorientierten Fortbildung und Beratung der Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Einsatzbereichen.

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