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Pilotprojekt der Uni Bremen in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule

Verknüpfung mit der Lebenswelt

Digitaler Pflegeunterricht als Pilotprojekt: Die Uni Bremen und die Gesundheits- und Krankenpflegeschule arbeiten diesbezüglich Hand in Hand. red
Digitaler Pflegeunterricht als Pilotprojekt: Die Uni Bremen und die Gesundheits- und Krankenpflegeschule arbeiten diesbezüglich Hand in Hand. red
WALSRODE - 06. Januar 2019 - 09:00 UHR - VON REDAKTION

Die Tische in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Walsroder Heidekreis-Klinikum sehen auf den ersten Blick geradezu leer aus, abgesehen von den Smartphones, Tablets und Laptops - ein etwas anderer Unterrichtstag für die Auszubildenden. Pflegepädagogin Claudia Langrehr steht am Smartboard, eine moderne Tafel, die ganz ohne Kreide auskommt und per “Touch” bedient wird. Unterrichtsthema ist Demenz, den Schülerinnen und Schülern wird die Frage gestellt, wie sie sich am besten verhalten und wie sie mit Demenzerkrankten umgehen sollen. Die Antworten werden von den Auszubildenden in ihre Geräte getippt, auf dem Smartboard kann dabei verfolgt werden, wie viele Antworten noch ausstehen. Ein grüner Streifen signalisiert: Alle Antworten sind eingegangen. Mit wenigen Klicks erstellt Langrehr eine Tabelle, in die sie die Notizen der Auszubildenden, die nun für alle sichtbar am Smartboard erscheinen, einsortiert.

Beobachtet wird die Szenerie von drei wissenschaftlichen Mitarbeitern der Universität Bremen. Sie haben das Pilotprojekt Care Reflection Online (CARO) mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union gestartet: der digitale Pflegeunterricht. Ein Konzept, bei dem unkompliziert und digital auf schnellem Weg kommuniziert und Lernergebnisse zusammengetragen werden können. Im Unterricht zeigen sich Verbesserungsmöglichkeiten oder auch Probleme, die die Bremer Wissenschaftler notieren, um das Programm zu optimieren.

Die Reflexion nach der mehrtägigen Erprobung des Projekts fällt rundum positiv aus. “Den Schülern hat es sichtlich Spaß gemacht, aber sie haben auch Grenzen in ihrer Medienkompetenz festgestellt”, erklärt Claudia Langrehr.

Die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Universität betonen, dass die digitale Welt großer Bestandteil der Lebenswelt des heutigen Schülerklientels sei. Durch Anknüpfen an die Lebenswelt der Auszubildenden kann der Lernprozess gefördert werden. Bislang werde das Potenzial des eLearnings jedoch nicht ausgeschöpft. Besonders in der Verknüpfung zwischen dem Lernort Theorie und Praxis könne eLearning die virtuelle Kommunikation unterstützen. Durch die Zusammenarbeit mit der Universität Bremen begibt sich die Gesundheits- und Krankenpflegeschule auf einen zukunftsorientierten Weg. Daher sollen auch künftig digitale Unterrichtsmethoden vermehrt Einzug in den Unterricht erhalten.

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