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Ortsverein Aller-Leine zieht Bilanz des Jahres 2020: Leichter Mitgliederzuwachs, mehr geleistete Einsatzstunden

Viel Positives bei den Johannitern

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SCHWARMSTEDT - 18. Februar 2021 - 07:00 UHR - VON REDAKTION

Das Corona-Jahr 2020 stellte auch die Johanniter im Ortsverband Aller-Leine vor große Herausforderungen. Doch die Jahresbilanz fällt unterm Strich durchaus positiv aus. Zwar mussten Angebote wie Erste-Hilfe-Kusre im ersten wie im zweiten Lockdown abgesagt werden, doch insgesamt haben Haupt- wie Ehrenamtliche die Situation bis heute gut gemeistert, lobt die Johanniter-”Doppelspitze” im Aller-Leine-Tal, Marc Nieber und Klaus Kramer, ihre Leute. “Vor allem unsere ehrenamtlich Tätigen haben ein herausragendes Engagement gezeigt und waren immer zur Stelle, wenn sie gebraucht wurden”, lobt Nieber die Mitglieder im Bereich Bevölkerungsschutz und Sanitätsdienst des Ortsvereins Aller-Leine.

Das Leitungsteam mit Christian Simon, Diana Gorskova und Julian Redlich konnte mit insgesamt 73 Helfenden sogar einen Zuwachs von sieben Mitgliedern verzeichnen. Die Anzahl der geleisteten Sanitätsdienste ging zwar Corona-bedingt auf zwölf (2019: 61) zurück, doch die Anzahl der Helferstunden, die aktiv in Einsätzen und Hilfeleistungen erarbeitet wurden, nahm in hohem Maße zu. Zu den insgesamt 6713 Stunden geleisteten Helferstunden zählen, über 2100 Stunden im Corona-Testzentrum am Flughafen Langenhagen und Testungen in zwei Pflegeheimen im Heidekreis. Dazu kommen noch Bereitstellungen bei unterschiedlichen Schadenslagen wie dem großen Waldbrand an der Autobahn 7 im August mit 150 Stunden oder bei einer Reihe von Bränden zu Jahresbeginn in Essel. Weiterhin zeigt die zuverlässige und qualifizierte Bereitstellung eines Rettungswagens in besonderen Einsatzlagen das Engagement der Ehrenamtlichen. Auch das alljährliche Engagement derMotorradstaffel/Stauhilfe ist erwähnenswert. So versorgten sie beim Brand auf der A 7 die im Stau Stehenden mit Getränken und unterstützten die Einsatzkräfte während des mehrstündigen Einsatzes.

Besonders freut man sich in diesem Bereich über die Qualifikation von Ehrenamtlichen zu Sanitätshelfern, die im Jahre 2020 zum zweiten Mal in Folge im eigenen Hause stattfinden konnte. Auch das Leitungsteam konnte sich weiter qualifizieren. An der Johanniter-Akademie in Hannover absolvierten sie erfolgreich den Lehrgang zur Organisatorischen Leitung Rettungsdienst. Nur der gemeinschaftliche Austausch blieb im vergangenen Jahr auf Online-Dienstabende oder auf das Treffen während der Einsätze beschränkt.

In den Rettungswachen in Schwarmstedt und in Rethem legten Mitarbeiter im Rettungsdienst mit drei Rettungstransportwagen zahlreiche Kilometer zurück. Dabei waren in Schwarmstedt erstmals zwei neue hochmoderne Transportmittel im Einsatz. Bei 3109 Notfalleinsätzen und 266 Krankentransporten leisteten sie wertvolle Hilfe. Sabrina Haverichter, Leiterin des Rettungsdienstes, verantwortlich für die Ausbildung des Rettungsdienst-Nachwuchses und der Weiterqualifizierung des bestehenden Teams, konnte im Jahr 2020 in beiden Lehrrettungswachen in Schwarmstedt und Rethem vier Auszubildende im praktischen Teil ihrer Ausbildung einsetzen. Zusätzlich gewannen vier Absolventen eines Freiwilligen Dienstes (FSJ und BFD) im Hausnotruf-Einsatzdienst Einblick in die Arbeit der Johanniter. Die Zahl der Kunden, die im Jahr 2020 den Johanniter-Hausnotruf nutzten, ist erneut gestiegen: von 518 auf 561.

Besonders betroffen von der Corona-Situation ist und war die Johanniter-Jugend. Da die wöchentlichen Treffen nicht erlaubt waren, gab es im abgelaufenen Jahr keine Gruppenstunden. Abgesagt werden mussten auch der beliebte Zukunftstag für Schülerinnen und Schüler sowie das geplante Sommerferienprogramm.

Ein weiteres Highlight hingegen: Zum Ende des Jahres hatten die Johanniter wieder zu Spenden von Paketen für die bundesweite “Weihnachtstrucker” aufgerufen. Auch aus der Region Schwarmstedt/Re-them wurden Pakete in die Ukraine an bedürftige Familien geschickt.

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