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Kurzserie: Die Berufsbildenden Schulen stellen sich und ihr Angebot vor

Vom Erzieher bis zum Bewegungspädagogen

Spaß für Groß und Klein: Bewegung und Sport sind wichtige Elemente in der sozialpädagogischen Ausbildung und in der Bewegungspädagogik.Foto: BBS
Spaß für Groß und Klein: Bewegung und Sport sind wichtige Elemente in der sozialpädagogischen Ausbildung und in der Bewegungspädagogik.Foto: BBS
WALSRODE - 06. Januar 2021 - 22:00 UHR - VON REDAKTION

Viele verbinden mit den Berufsbildenden Schulen (BBS) das duale Ausbildungssystem, das während einer Ausbildung absolviert wird. Aber die BBS in Walsrode sind ein komplexes System und können mit viel mehr aufwarten. In vier Teilen gibt die WZ Einblick in die Möglichkeiten der beruflichen Entwicklung, die Schüler mit einem Schulabschluss zur Verfügung stehen.

Die zweijährige Berufsfachschule zum Sozialpädagogischen Assistenten bildet im gesamten sozialpädagogischen Berufsfeld eine wichtige Grundlage. Ziel der Ausbildung ist der Erwerb von Kompetenzen für Tätigkeiten der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern in Krippen, Kitas, im Hort oder aber auch für die pädagogische Arbeit in Grundschulen.

Die dualisierte Ausbildungsform mit drei Tagen theoretischer Ausbildung in der Schule und zwei Tagen Praxis in einer Einrichtung gibt der Ausbildung eine besondere Struktur. Damit ist eine enge Verknüpfung von Theorie und Praxis durch diese besondere Strukturierung möglich und bietet den Schülerinnen und Schülern eine praxisnahe Reflektion ihrer praktischen Erfahrungen. Die praktische Ausbildung in den sozialpädagogischen Einrichtungen skizziert durch die Mitgestaltung des Tagesablaufs sowie die Planung, Durchführung und Reflexion von Bildungsangeboten mit Kindern im Alter von null bis zehn Jahren einen nahen Einblick in den Beruf.

Kompetenzerwerb durch Theorie und Praxis

Ein erfolgreicher Abschluss bildet dann die Grundlage für eine weiterführende Ausbildung in der zweijährigen Fachschule Sozialpädagogik (Erzieher) oder der zweijährigen Fachschule für die Heilerziehungspflege.

Die zweijährige Fachschule Sozialpädagogik ist eine schulische Ausbildungsform für Schülerinnen und Schüler, die mit dem Abschluss des staatlich anerkannten Erziehers abschließt. Ziel dieser modularisierten Ausbildung ist es, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, selbstständig und eigenverantwortlich Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsaufgaben in verschiedenen Praxisfeldern der Sozialpädagogik wahrzunehmen. Zu diesen Praxisfeldern zählen unter anderem die Kinder- und Jugendarbeit, Hilfen zur Erziehung, Tageseinrichtungen für Kinder oder auch sozialpädagogische Tätigkeiten in der Schule.

Der Kompetenzerwerb erfolgt durch die berufsbezogenen Lernbereiche Theorie und Praxis, welche in Modulen organisiert sind und auf den Basismodulen der Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistentin/Sozialpädagogischer Assistent aufbauen. Während der zweijährigen Ausbildungszeit werden zwei Praxisblöcke in kooperativer Zusammenarbeit in sozialpädagogischen Einrichtungen absolviert. In diesen Praxisphasen planen, gestalten und reflektieren die Schülerinnen und Schüler Erziehungs- und Bildungsprozesse mit Kindern oder Jugendlichen, übernehmen zunehmend Verantwortung für die Leitung von Gruppen und gestalten Kooperationen.

Zudem bieten die BBS Walsrode seit zwei Jahren den zukünftigen Fachkräften die Möglichkeit, ihre Ausbildung zum Teil auch in einer Einrichtung im europäischen Ausland zu absolvieren. Darüber hinaus prägen eigenständige Projektarbeiten zu unterschiedlichen Themen die Ausbildung. Mit einem erfolgreichen Abschluss haben die Absolventinnen und Absolventen die Fachhochschulreife erworben, die zu einem Studium an der Fachhochschule berechtigt.

Ein einmaliges Angebot in Niedersachsen

Eine besondere berufliche Erstausbildung ist die zweijährige Berufsfachschule der Bewegungspädagogik. Als einzige Schule in Niedersachsen bieten die BBS Walsrode diesen Bildungsgang an. Dieser richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die im Bereich Sport-, Freizeit-, Rehabilitation, Prävention- oder Bildung Bewegungsangebote schaffen möchten. Die theoretische Ausbildung ist in fünf Module unterteilt und vermittelt unter anderem Wissen zur Bewegungspädagogik, funktionelle und kreative Bewegungsbildung und gibt vertiefende Einblicke in sportmedizinische Grundlagen. Die Ausbildung erfolgt in einer dualisierten Form. An zwei Wochentagen ist der praktische Anteil in einer Einrichtung vorgesehen. Die Aufgaben in der Praxiseinrichtung umfassen Planung, Durchführung und Reflektion von bewegungspädagogischen Angeboten.

Mit dem erfolgreichen Abschluss wird die Berufsbezeichnung staatlich geprüfter Bewegungspädagoge/ Sport- und Gymnastiklehrer geführt.

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